ABSTIEGSKAMPF

Werder: Entscheidung über Kohfeldt-Zukunft nach Saisonende

Die Zukunft von Florian Kohfeldt als Trainer von Werder Bremen wird sich erst nach dem Saisonende klären.
dpa
Florian Kohfeldt
Werder-Trainer Florian Kohfeldt kämpft mit seinem Team um den Klassenerhalt. Foto: Friedemann Vogel/EPA/Pool/dpa
Bremen.

„Ich verstehe die Frage, aber ich konzentriere mich voll und ganz auf morgen. Alles andere müssen wir danach besprechen”, sagte Kohfeldt. „Da liegt der erste Schritt beim Verein und dann komme ich ins Spiel.”

Kohfeldt besitzt in Bremen noch einen Vertrag bis zum 30. Juni 2023. Angesichts der dramatischen sportlichen Talfahrt steht der 37 Jahre alte Coach aber heftig in der Kritik. 1899 Hoffenheim soll trotzdem Interesse haben. Die Bremer müssen am Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen den 1. FC Köln unbedingt gewinnen und sind zudem auf Schützenhilfe von Union Berlin gegen Fortuna Düsseldorf angewiesen. Nur so kann noch der Sprung auf den Relegationsplatz 16 gelingen.

„Ich werde bis zur aller-, allerletzten Sekunde kämpfen. Ich will mir nicht nachsagen lassen, dass ich nicht bis zum Ende gekämpft und alles für diesen Verein versucht habe”, sagte Kohfeldt, dem die Verantwortlichen des Tabellen-17. trotz der enttäuschenden Saison bislang stets das Vertrauen ausgesprochen haben.

Geschäftsführer Frank Baumann kündigte für den Fall des ersten Abstiegs seit 40 Jahren zeitnahe Entscheidungen an. „Es ist dann nicht am Sonntag oder Montag schon mit einem Ergebnis zu rechnen. Ich denke, Mitte oder Ende der Woche werden wir dann weiter sein und eventuell was verkünden”, sagte Baumann, der wegen seiner verfehlten Einkaufspolitik ebenfalls in der Kritik steht.

Kohfeldt appelierte vor dem Spiel gegen den 1. FC Köln an die eigenen Anhänger, wegen der Corona-Beschränkungen nicht zum Weserstadion zu kommen. „Es ist in diesen Zeiten nicht möglich, deshalb bitte ich schweren Herzens, dass alle zu Hause bleiben”, sagte Kohfeldt.

Vor vier Jahren hatten die Werder-Anhänger ihrem Team am letzten Spieltag der Fußball-Bundesliga einen begeisternden Empfang bereitet und die Spieler so noch einmal auf die wichtige Partie gegen Eintracht Frankfurt eingestimmt. Am Samstag wird es diese Bilder aller Voraussicht nach nicht geben. „Es wird eine Fahrt unter uns”, sagte Kohfeldt zur Anfahrt zum Stadion. „Auch wenn jeder weiß, wie wichtig die Fans für uns sein können und in der Vergangenheit auch immer schon waren.”

Werder hofft vor dem Abstiegsduell gegen den 1. FC Köln weiter auf den Einsatz von Offsensivspieler Milot Rashica. „Er muss in der Lage sein, seinen Schmerz zu tolerieren und seine Leistung zu bringen”, sagte Kohfeldt. Rashica hatte sich am Mittwoch im Training eine Knöchelverletzung zugezogen. „Wir müssen abwarten”, sagte Kohfeldt.

Mit sieben Saisontreffern ist Rashica in dieser Spielzeit der beste Bundesliga-Torjäger des Tabellenvorletzten, der am 34. Spieltag unbedingt gewinnen muss, um noch eine Chance auf den Relegationsplatz zu haben. Der Kosovare befindet sich allerdings seit Wochen im Formtief und erzielte in der Rückrunde noch keinen Treffer. Dennoch haben einige Clubs Interesse am Stürmer. Ein Wechsel von Rashica nach dieser Saison gilt als sicher.

Wieder zur Verfügung steht Bremen gegen Köln dagegen Kevin Vogt. Der Defensivspieler hat seine Hüftverletzung auskuriert. Auch Theodor Gebre Selassie ist rechtzeitig wieder fit. Für Sebastian Langkamp (Zerrung) rückt Ömer Toprak in den Kader.

© dpa-infocom, dpa:200626-99-573289/4

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