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Werder steht trotz vieler Gegentore zu Torwart Wolf

Werder steht trotz vieler Gegentore zu Torwart Wolf
Werder steht trotz vieler Gegentore zu Torwart Wolf
Carmen Jaspersen

Trotz fünf weiterer Gegentreffer beim Tor-Festival gegen den VfL Wolfsburg stehen die Werder-Verantwortlichen zu Torwart Raphael Wolf.

«Ich lasse jetzt keine Torhüter-Diskussion zu», sagte Bremens Sportchef Thomas Eichin nach der 3:5-Niederlage. Zu den Unsicherheiten von Wolf im Spiel erklärte er: «Ich sehe das natürlich nicht so.» Werder hat trotz des Aufschwungs der zurückliegenden Wochen die meisten Gegentore der Fußball-Bundesliga kassiert.

Eichin sprach von «saudummen» Gegentoren, meinte damit aber nicht Wolf. Auch Trainer Viktor Skripnik nahm den Keeper in Schutz und sieht die 49 Gegentreffer in 23 Spielen nicht als Problem. «Ich sehe die halbe Liga, die auf unserer Position stehen möchten, auch wenn sie dafür so viele Tore kassieren», sagte der Coach des Tabellen-Neunten.

Skripnik war trotz der ersten Bremer Niederlage in der Rückrunde zufrieden. «Wir haben drei Tore gemacht gegen eine Weltklasse- Mannschaft», lobte der Coach und meinte grinsend: «Wir haben verloren gegen eine Mannschaft, in der jeder 30 Millionen kostet.» Der Trainer verwies darauf, dass seine Mannschaft vor wenigen Wochen noch im Abstiegskampf steckte und noch im Aufbau sei. «Wir sind nicht in der Lage, solche Leute zu stoppen», betonte der Nachfolger von Robin Dutt.

Auch die Spieler nahmen die Niederlage nach 3:2-Pausenführung durch drei Gegentreffer innerhalb von knapp sechs Minuten relativ gelassen. «Nicht jede Mannschaft nutzt die Chancen so eiskalt wie Wolfsburg», sagte Felix Kroos: «So ein Spiel verlieren wir nur gegen zwei Mannschaften in der Liga: Bayern und Wolfsburg.»