Unsere Themenseiten

Wertungs-Ärger bei Totilas - trotzdem Gold-Chance

Wertungs-Ärger bei Totilas - trotzdem Gold-Chance
Wertungs-Ärger bei Totilas - trotzdem Gold-Chance
Uwe Anspach

Matthias Rath und sein Millionen-Pferd Totilas haben die Chancen der deutschen Dressurreiter auf den Mannschafts-Titel bei der EM in Aachen gewahrt. Dennoch überwog nach dem Auftritt der Ärger über eine aus deutscher Sicht zu niedrige Bewertung.

«Ich war mit der Prüfung im Großen und Ganzen ganz zufrieden. Und dann kommen die Punkte... Das hat niemand verstanden», klagte Rath.

Immerhin behaupteten er und Totilas vorerst Platz eins für den Titelverteidiger. Sie erhielten insgesamt 75,971 Prozentpunkte. Die Wertungen der sieben Richter gingen von 80,100 bis runter auf 71,600 Prozentpunkte. Eine ungewöhnlich breite Spanne für ein Championats-Turnier.

Am Tag zuvor hatten Jessica Bredow-Werndl auf Unee und Isabell Werth auf Don Johnson die Gastgeber in Führung gebracht. Vor den jeweils letzten Reitern der Teams führt Deutschland mit 226,071 Prozentpunkten vor den Niederlanden (225,800) und Olympiasieger Großbritannien (221,143). Kristina Bröring-Sprehe auf Desperados soll als letzte Starterin des Wettbewerbs das 23. EM-Gold eines deutschen Teams perfekt machen.

Der Auftritt von Rath mit seinem 15 Jahre alten Hengst war mit Spannung erwartet worden. Nach fast einjähriger Verletzungspause hatte sich das Paar zurückgemeldet und sich im letzten Moment für die EM qualifiziert.