Volker Wissing
Bundesverkehrsminister Volker Wissing fordert mehr Tempo beim Ausbau der Infrastruktur für E-Mobilität. Arne Dedert/dpa
Verkehr

Wissing mahnt zu mehr Tempo beim Ausbau der E-Ladesäulen

Der Ausbau der Ladesäulen für Elektroautos muss schneller gehen, meint Verkehrsminister Volker Wissing. Er appelliert dabei vor allem an die Kommunen.
dpa
Mainz

Bundesverkehrsminister Volker Wissing mahnt zu mehr Eile beim Ausbau der Ladesäulen für Elektroautos. „Wenn es nicht gelingt, rechtzeitig flächendeckend Ladesäulen aufzubauen, drohen Schwierigkeiten”, mahnte der FDP-Politiker im Redaktionsgespräch mit der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. „Die Kommunen, die eine schlechte Ladeinfrastruktur haben, werden das spüren”, sagte Wissing. „Auch die Automobilindustrie, die die Fahrzeuge verkaufen möchte, muss sich damit beschäftigen, wo die Ladesäulen herkommen.”

„Wir brauchen Schnellladesäulen und Flächen dafür. Aber das muss vor allem vor Ort gelöst werden”, betonte Wissing. Jede zweite Kommune in Deutschland habe keine einzige Ladesäule. „Ich kann nur jeder Bürgermeisterin und jedem Bürgermeister empfehlen, das Thema sehr, sehr ernst zu nehmen. Mobilität ist ein Alltagsbedürfnis der Menschen und dazu gehört auch der Individualverkehr.”

„Bei der Elektromobilität erleben wir gerade den Beginn eines exponentiellen Hochlaufs. Deswegen ist es so wichtig, dass wir den Ausbau der Ladeinfrastruktur konsequent vorantreiben”, sagte Wissing. „Wir brauchen eine andere, klimaneutrale Mobilität. Dafür müssen wir jetzt die Infrastruktur aufbauen.” Die Ladesäulen müssten einfach zu finden und für jeden gut zugänglich sein. „Jeder muss digital abrufen können, ob eine Ladesäule verfügbar, defekt oder gerade belegt ist.”

„Wir müssen viele Ideen sammeln und überlegen, wie wir jede einzelne gute Idee möglichst schnell realisieren können”, sagte Wissing. Die meisten Supermarktparkplätze beispielsweise hätten nachts keine Betriebserlaubnis und somit falle dann der Zugang zu den Ladesäulen weg. „Die Angst vor Lärmbelastung für die Anwohner ist hier oft ein Thema.”

© dpa-infocom, dpa:220807-99-301596/2

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