YouTube-Wettbewerb will Jugendliche für Cybermobbing sensibilisieren

YouTube-Wettbewerb will Jugendliche für Cybermobbing sensibilisieren
YouTube-Wettbewerb will Jugendliche für Cybermobbing sensibilisieren
Armin Weigel

In einem Online-Wettbewerb auf YouTube sollen Jugendliche Videos einreichen und zeigen, was sie stark macht.

Durch Selbstbewusstsein, den Glauben an sich und seine eigene Fähigkeiten soll verhindert werden, dass sie Opfer von Cybermobbing werden, teilten die Veranstalter am Donnerstag in Berlin mit.

Der Wettbewerb «361 Grad Respekt» findet bereits zum vierten Mal statt. Die Teilnehmer sollen sich kreativ mit dem Problem des digitalen Mobbing auseinandersetzen.

In diesem Jahr können sich interessierte Jugendliche für ein Videocamp bewerben und einen offiziellen Kampagnenspot produzieren. Diese Workshops finden in Berlin, Mainz, Köln, München und Rostock statt. Die Teilnehmer können in den dreitägigen Schulungen unter Anleitung von Experten eigene Videos produzieren. Teilnehmer müssen mindestens 13 Jahre alt sein. Pro Stadt werden die jeweils besten drei Videos von einer Jury bestimmt und mit Sachpreisen bedacht.

Wie bereits bei den vergangenen beiden Wettbewerben übernimmt das Familienministerium die Schirmherrschaft. Ministerin Manuela Schwesig (SPD) forderte die Jugendlichen auf: «Zeigt, dass wir vor allem Respekt voreinander haben. Wir wollen Menschen miteinander verbinden und nicht ausgrenzen.» Mobbing passe nicht zur Grundidee vom Netz und auch nicht zu den Grundwerten in unserer Gesellschaft.

In diesem Jahr wurde der Wettbewerb von der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter e.V. (FSM) angestoßen. «Das Schutzbedürfnis für Kinder und Jugendliche im Netz ist ein wichtiges Thema für die FSM», erklärte Otto Vollmers, der Geschäftsführer der FSM das Engagement. Der YouTube-Wettbewerb gegen Cybermobbing fand erstmals 2009 statt.