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Zahl der Asylbewerber steigt im Juli auf neues Rekordhoch

Im Juli sind so viele Aylbewerber in Deutschland angekommen wie noch nie zuvor in einem Monat. Mit 79 000 Menschen habe es «den höchsten Zugang aller Zeiten» gegeben, sagte Bayerns Sozialministerin Emilia Müller (CSU) in München.

Manfred Schmidt, der Präsident des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge, sprach von einem «Allzeitrekord». Derzeit kämen sehr viele Asylbewerber aus den Kriegs- und Krisenregionen in Syrien, im Irak und in Afghanistan.

Ende August will das Bundesamt seine Prognose aktualisieren. Bisher rechnet Schmidt mit 450 000 Asylbewerbern in diesem Jahr. Erste Priorität für den Behördenchef hat nun die beschleunigte «Rückführung» von Aylbewerbern aus Südosteuropa - Schmidt nannte einen Zeitraum von vier bis sechs Wochen nach der Ankunft. «Wir werden uns im ersten Schritt auf Albanien konzentrieren.» Innerhalb weniger Wochen habe es «über 30 000 Zugänge allein aus Albanien mit einer Schutzquote von nur 0,1 Prozent» gegeben.

Momentan seien 209 000 Asylanträge in Bearbeitung. «Davon sind 90 000 vom Balkan und 40 000 aus Syrien», sagte Schmidt. «Da sehen Sie, dass das Gefüge nicht mehr stimmt.»