Erdbeben in Südwestchina
Rettungskräfte bringen Überlebende in die Stadt Moxi in der südwestchinesischen Provinz Sichuan. Hong Fule/XinHua/dpa
Naturgewalt

Zahl der Toten durch Erdbeben in China steigt auf 46

Erdrutsche, beschädigte Häuser, blockierte Straßen: Wieder bebt die Erde im besonders gefährdeten Südwesten Chinas. Das Ausmaß wird erst langsam bekannt – und die Zahl der Toten nach oben korrigiert.
dpa
Peking

Die Zahl der Todesopfer infolge des Erdbebens in Südwestchina ist auf 46 gestiegen. Mehr als 50 Menschen wurden verletzt, 16 weitere galten noch als vermisst, wie das Parteiorgan „Volkszeitung” am Dienstag berichtete. Die Erdstöße am Montag hatten die Stärke 6,8 erreicht. Besonders betroffen war der Kreis Luding gut 200 Kilometer südwestlich der Provinzhauptstadt Chengdu.

Häuser wurden zerstört, es kam zu Erdrutschen, viele Straßen waren am Dienstag noch blockiert. Auch wurden die Strom- und Wasserversorgung sowie Kommunikationsverbindungen unterbrochen. Eine großangelegte Such- und Rettungsaktion ist angelaufen. Tausende Helfer beteiligten sich an den Bergungsarbeiten. Die Behörden mobilisierten auch Einheiten der Volksbefreiungsarmee.

Es gab mehrere Nachbeben, von denen eines die Stärke 4,2 erreichte. Für 35.000 Haushalte war die Kommunikation mit der Außenwelt gestört, wie die „Volkszeitung” berichtete. Mehr als 40.000 Menschen waren ohne Strom. Die Bergungskräfte wurden von Transport-Hubschraubern und Drohnen zur Aufklärung aus der Luft unterstützt. Auch wurde schweres Gerät zur Räumung eingesetzt.

Das Finanzministerium in Peking sowie die Provinzregierung stellten jeweils 50 Millionen Yuan, umgerechnet 7,23 Millionen Euro, an Finanzhilfen zur Verfügung, wie Staatsmedien berichteten.

© dpa-infocom, dpa:220906-99-645226/2

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