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Zahl der Toten nach Erdbeben in Chile steigt auf fünf

Nach dem schweren Erdbeben mit einer Flutwelle in Chile ist die Zahl der Toten auf mindestens fünf gestiegen. Dutzende Menschen seien verletzt worden, meldeten örtliche Medien unter Berufung auf Rettungsdienste.

Rund eine Million Einwohner seien aus ihren Häusern in Sicherheit gebracht worden, teilte das Innenministerium mit. Nach dem Beben der Stärke 8,4 hatten die Behörden in der weitläufigen Küstenregion des südamerikanischen Landes eine Tsunami-Warnung ausgegeben. Einige Gebiete seien von bis zu vier Meter hohen Wellen getroffen worden, hieß es.

Die Tsunami-Warnung wurde inzwischen jedoch in manchen Regionen wieder aufgehoben, wie der Katastrophenschutz Onemi meldete. Eine Frau starb durch eine umstürzende Mauer, eine andere bei einem Erdrutsch, wie Innenstaatssekretär Mahmud Aleuy mitteilte. Drei Männer erlagen Herzinfarkten. Nach seinen Worten war es das sechststärkste Erdbeben in der Geschichte Chiles. Es ereignete sich am Mittwochabend (Ortszeit) rund 55 Kilometer vor der Küste in Höhe der Stadt Illapel, die rund 280 Kilometer nördlich der Hauptstadt Santiago liegt. Der Erdbebenherd lag nach Angaben der Behörden in rund 16 Kilometern Tiefe.

Präsidentin Michelle Bachelet habe die am stärksten getroffene Region Coquimbo zum Katastrophengebiet erklärt, um die Hilfe für die Bevölkerung zu beschleunigen, hieß es. Die Staatschefin wollte im Laufe des Donnerstags dorthin reisen. Angesichts der großen Erdbebengefahr verfügt Chile über gute Frühwarn- und Evakuierungssysteme.