KEIN TERROR-HINTERGRUND

Zwei Menschen auf offener Straße in Nürnberg erschossen

Schüsse fallen, eine Frau liegt tot auf der Straße, ein toter Mann im Taxi daneben. Die Polizei fasst einen Tatverdächtigen und sieht Hinweise auf eine Beziehungstat.
dpa
Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund lägen nicht vor.
Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund lägen nicht vor. Daniel Karmann
Polizisten bewachen die Zufahrt einer Straße, in der zuvor zwei Menschen erschossen wurden.
Polizisten bewachen die Zufahrt einer Straße, in der zuvor zwei Menschen erschossen wurden. Daniel Karmann
Wie eine Polizeisprecherin sagte, wurde ein Tatverdächtiger festgenommen.
Wie eine Polizeisprecherin sagte, wurde ein Tatverdächtiger festgenommen. Daniel Karmann
Die die Zufahrt zu einem Wohnviertel, indem auf offener Straße zwei Menschen erschossen worden sind.
Die die Zufahrt zu einem Wohnviertel, indem auf offener Straße zwei Menschen erschossen worden sind. Daniel Karmann
Nürnberg.

Eine Frau und ein Mann sind am Samstag in Nürnberg mitten auf der Straße erschossen worden. "Alles deutet auf eine Beziehungstat hin", sagte ein Polizeisprecher. Ein Tatverdächtiger habe sich widerstandslos festnehmen lassen.

Die Polizei sei gegen 10.45 Uhr von einem Zeugen alarmiert worden, dass im Stadtteil Gebersdorf Schüsse gefallen seien, sagte eine Polizeisprecherin. "Eine Frau lag auf offener Straße. In unmittelbarer Nähe stand ein Taxi, darin war ein getöteter Mann." Ob der Bluttat ein Streit vorangegangen sei, in welcher Beziehung die Opfer und der Tatverdächtige standen, ob der erschossene Mann ein Bekannter gewesen oder nur als Taxifahrer gerufen worden sei, sei noch zu klären.

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Tatverdächtiger ist nicht geflüchtet

Der Tatverdächtige sei nicht geflüchtet, sondern habe sich in unmittelbarer Nähe zum Tatort festnehmen lassen. Auch in welcher Beziehung der Tatverdächtige zu der Frau und zu dem Mann stand, sei noch zu klären. Aber "die Gesamtumstände und die Aussage von Zeugen deuten auf eine Beziehungstat hin", sagte die Polizeisprecherin. Es gebe keinen Hinweis auf einen terroristischen Hintergrund. Eine Schusswaffe sei in Tatortnähe gefunden worden. Auch das SEK sei kurzzeitig im Einsatz gewesen.

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Seelsorger betreute Angehörige

Ein Kriseninterventionsteam und ein Seelsorger hätten nahe Angehörige betreut, die zum Tatort geeilt seien. Die Straßen rund um den Tatort waren abgesperrt, Mordkommission und Spurensicherung waren vor Ort.

Der Tatverdächtige solle nun bei der Kripo vernommen und ein Haftbefehl wegen Mordes beantragt werden, sagten die Polizeisprecher. Auch Zeugen würden vernommen. Die beiden Opfer sollen später obduziert werden.

Dieser Artikel wurde am Samstag, 21. November, mehrfach aktualisiert. Zuletzt um 17.41 Uhr.

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