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Brunnen wird dank Spende aus Neubrandenburg möglich

Im Projektgebiet des Freundeskreises Arusha in Tansania konnte jetzt die Grundlage für eine Trinkwasserversorgung geschaffen werden.
Das Wasser ist da. Harald Pfeiffer mit einem Mitarbeiter der Brunnenbaufirma nach der erfolgreichen Bohrung.
Das Wasser ist da. Harald Pfeiffer mit einem Mitarbeiter der Brunnenbaufirma nach der erfolgreichen Bohrung. privat
Engutukoit

In dem Dorf Engutukoit in Tansania haben die Einwohner jetzt näher am Wasser gebaut. Die deutsche Redewendung beschreibt zwar die Situation, wenn jemandem schnell die Tränen kommen. In Engutukoit ist hingegen die Wasserversorgung näher an das Dorf herangerückt. Der Ort verfügt jetzt zumindest über einen Brunnen. Möglich wurde dieser durch die Spende einer Frau aus Neubrandenburg. Sie hat dem Freundeskreis Arusha/Tansania, der seit vielen Jahren im Osten Tansanias Entwicklungshilfe leistet, 6000 Euro für die Suche nach einer verwertbaren Wasserader zur Verfügung gestellt.

Wasser für 4500 Menschen und ihre Tiere

Harald Pfeiffer, Vereinsmitbegründer und dessen Vorsitzender, war in diesem Monat dabei, als die Bohrung erfolgreich war und das erste Wasser aus der Tiefe spritzte. „Das war in der 18-jährigen Geschichte der Projektarbeit die erste Bohrung, die mit einer Fördermenge von 10 000 Litern pro Stunde erfolgreich war“, konstatiert er. Zuvor seien zwei Bohrungen durch den Brunnenbauer Michael Schwarzmann ergebnislos verlaufen. Michael Schwarzmann stammt aus Österreich und hat in Afrika schon mehrfach Brunnen für Trinkwasser gebohrt. Er ist Mitglied des Freundeskreises Arusha/Tansania, sagt Harald Pfeiffer. Für das Dorf Engutukoit bedeutet der Brunnen erstmals nahes Wasser für circa 4500 Menschen und ihre Tiere.

Weite Entfernungen mussten überwunden werden

Das Wasser musste bislang auf andere Weise beschafft werden. Entfernungen von 15 bis 20 Kilometern mussten überwunden werden, um zu dem lebenswichtigen Element zu kommen. Es wurde beispielsweise in Behältern, die von Eseln getragen wurden, transportiert. Zeitweise kam auch ein 600-Liter-Tank zum Einsatz, der mit einem Fahrzeug des Freundeskreises Arusha nach Engutukoit gebracht wurde, verdeutlicht Harald Pfeiffer.

Das war erst der Anfang

So groß die Freude über den neuen Brunnen ist, damit ist allerdings auch erst ein Anfang gemacht. „Wir benötigen jetzt sehr viel Spendengeld für das ärmste Dorf im Projektgebiet, um das Wasser auch ins Dorf zu bringen“, kündigt Harald Pfeiffer an. Der Brunnen liege immer noch sieben Kilometer vom Dorf entfernt. Das Wasser müsse dorthin transportiert und verteilt werden. Erschwerend komme hinzu, dass sich das Dorf über eine große Fläche verteile. Der Freundeskreis Arusha geht von einigen 10.000 Euro aus, die nun weiter an Spenden benötigt werden. So sei die 6000-Euro-Spende für die Bohrung der erfreuliche Anfang, aber auch nur der kleinste Teil der Kosten.

Noch mehr Spenden werden gebraucht

Harald Pfeiffer hat bereits seine Vereinsmitglieder darüber in Kenntnis gesetzt, dass es erneut darum geht, Spendengelder einzuwerben oder selbst zu spenden. „Es geht wirklich um Wasser zum Leben für viele, viele Massai“, konstatiert er. Wer helfen möchte: Verein Freundeskreis Arusha/Tansania e.V., IBAN DE 57 1505 1732 0030 0125 62, Verwendungszweck: WASSER FÜR ENGUTUKOIT

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