Jörg Hübner leitet fortan die Geschicke des Polizeireviers Friedland.
Jörg Hübner leitet fortan die Geschicke des Polizeireviers Friedland. Paulina Jasmer
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Bei der Polizei Friedland weht ein frischer Wind

Das Revier in Friedland hat seit Monatsbeginn einen neuen Leiter: Jörg Hübner heißt der Neue, der in Friedland und Umgebung gar nicht so unbekannt ist.
Friedland

Wer Jörg Hübner sieht, muss meistens zwangsläufig nach oben schauen. Denn der neue Leiter des Polizeireviers Friedland (Mecklenburgische Seenplatte) überragt doch viele seiner Kollegen und Mitmenschen. Als junger Mann spielte er einst Basketball, zum Beispiel in Güstrow. Das Trikot hat er dann aber wegen der Arbeit und der Familie an den Nagel gehängt.

Generationswechsel im Revier

Neue Taten warten sowieso auf den 40-Jährigen, der im Amtsbereich Woldegk zu Hause ist. In seinem Büro in der Salower Straße 38a in Friedland ist er für rund 45 Kollegen, die dort ihren Dienst tun, verantwortlich. „Es findet derzeit ein Generationswechsel statt“, sagt der Mann, der der Nachfolger von Jens Apelt ist, der Ende 2021 in den Ruhestand verabschiedet wurde.

Für Polizeihauptkommissar Jörg Hübner ist das Revier Friedland kein unbekannter Einsatzort. Schon von 2003 bis 2016 war in Friedland unterwegs, ehe er dann fünf Jahre lang in Neubrandenburg eingesetzt war.

Laufbahn des gehobenen Dienstes

Jörg Hübner kommt gebürtig aus Sachsen und hatte sich nach dem Abitur in Mecklenburg-Vorpommern bei der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege in Güstrow beworben. Es sei für ihn kein Problem gewesen, doch ein paar Hundert Kilometer entfernt, sesshaft zu werden. „Als junger Mensch kann es ja manchmal nicht weit genug weg sein von zu Hause“, sagt er mit einem Lächeln. Der Mann hat in M-V die Laufbahn des gehobenen Dienstes eingeschlagen. Für ihn habe lange festgestanden, dass er Polizist werden wollte, um Menschen zu helfen. „Und klar habe ich mit Polizeiautos gespielt“, denkt er zurück. Aber letztlich seien es ebenso die Aussicht auf einen sicheren Arbeitsplatz und die Karrieremöglichkeiten gewesen, die ihn gelockt hätten.

Trainer für zwei Kindersportgruppen

Jetzt freut er sich aber auf das Kommende. In Friedland – nebst dem gleichnamigen Amtsbereich und den weiteren Woldegk, Neverin und Stargarder Land – kennt er nahezu jeden Stein und weiß auch, dass es längst nicht so verschlafen ist, wie es auf den ersten Blick scheinen könnte. Gewalttaten gebe es vielleicht nicht in Größenordnungen, aber doch zahlreiche Eigentumsdelikte.

Und was macht der neue Revierleiter gern privat? Bei vier Kindern bleibt nicht so viel Zeit für Hobbys, lässt er durchblicken. Aber er jogge gern oder fahre mit dem Rad. Sport also, den er auch für Kinder wichtig findet. Daher hat er auch gern die Leitung von zwei Kindersportgruppen in Woldegk übernommen.

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