FUßBALL-VERBANDSLIGA

1. FC Neubrandenburg verabschiedet Trainer Mike Hinz

Mike Hinz wurde am Rande des letzten Saison-Heimspiels als Trainer des 1. FCN 04 verabschiedet. Fußball wurde auch gespielt – obgleich nicht erfolgreich.
Roland Gutsch Roland Gutsch
Trainer Mike Hinz (rechts, hinten) und sein Ex-Kollege Lutz Bruhn (Mitte, hinten) bei der Verabschiedung durch FCN-Präsident Torsten Hanke (links).
Trainer Mike Hinz (rechts, hinten) und sein Ex-Kollege Lutz Bruhn (Mitte, hinten) bei der Verabschiedung durch FCN-Präsident Torsten Hanke (links). Roland Gutsch
Die Fans bedankten sich bei dem Trainer-Duo mit einem Plakat.
Die Fans bedankten sich bei dem Trainer-Duo mit einem Plakat. Roland Gutsch
Neubrandenburg.

Dieser unglückliche Heim-Auftritt von Fußball-Verbandsliga 1. FC Neubrandenburg 04 hatte einen Prolog und einen Epilog. Vor dem Anpfiff der mit 3:6 (2:2) in die Binsen gegangenen Partie gegen den TSV Bützow wurde Trainer Mike Hinz und seinem Ex-Kollegen Lutz Bruhn für ihren starken Einsatz in den vergangenen Jahren mit warmen Worten, FCN-Schals und Sekt-Buddeln gedankt.

Nach dem Abpfiff begründete Präsident Torsten Hanke auf der Pressekonferenz, warum der Vertrag mit Hinz nicht verlängert wird. Vor ihm war der betroffene Coach selbst am Mikro und teilte mit, zu dem heiklen Thema „nichts mehr sagen“ zu wollen. Hinz: „Die Entscheidung ist gefallen, das muss ich akzeptieren. Aus, Schluss.“ Und: Er sei ein Kind des Vereins. Am vergangenen Freitag hatte sich der 46-Jährige enttäuscht über die „Art und Weise, wie das alles vonstatten ging“, geäußert.

Fans hängen Plakat für Trainer auf

Torsten Hanke wollte nun klargestellt wissen, dass es sich um „keine Schnellschuss-Entscheidung“ der Chef-Etage handele. „Es hat seit Februar viele Gespräche gegeben zu der Frage: Wie weiter? Er sprach von Mike Hinz’ hoher Belastung im Sport und beruflich als stellvertretender Schulleiter. „Die hat er gespürt, und die haben wir gespürt“, so das FCN-Oberhaupt. „Zu sagen, das ist zu viel für ihn, haben wir uns nicht leicht gemacht.“ Hanke erneuerte an Hinz das Angebot, früher oder später in einer anderen Funktion beim Club mitzuwirken.

Der harte Anhänger-Kern hatte im neu.sw-Stadion ein Plakat aufgehängt: „Danke Mike und Luuutz“. In der kommenden Saison wird der Rostocker Birger Lipp die Neubrandenburger Männer trainieren.

Not-Elf glich drei Mal Rückstand aus

Fußball gespielt wurde auch – obgleich nicht erfolgreich. Den Hausherren, zuletzt vom 1:4-Desaster aus Schwerin mit drei Gesperrten heimgekehrt, fehlten überdies einige Kicker wegen Verletzungen. Hinz, der sich für dieses spezielle Spiel noch einmal Lutz Bruhn an die Seite geholt hatte, musste mit einer ganz dünnen Personaldecke klarkommen. Ein halbes Dutzend Stammkräfte fehlte. Die Oldies Matthias Nowak, Mario Kusturin und Christian Doss halfen als Reservisten aus: 123 Jahre (!) Fußball-Erfahrung auf der Bank.

Dreimal gelang es der Not-Elf, einen Rückstand auszugleichen. Die Bützower Lucas Torres (14. Minute), Tony Lübke (27.) und Paul Puskeiler (56.) schossen – teilweise arge Schnitzer in der FCN-Defensive ausnutzend – ihre Truppe jeweils in Front. Kapitän Christoph Fischer (18./76.) und Alex Stoll (44.) hielten mit ihren Treffern die Neubrandenburger im Geschäft. Als es aber in den Schlussminuten in der Club-Hintermannschaft drunter und drüber ging, kassierte man drei weitere Gegentore (79. Wiessmann, 88./90.+2 Lübke).

 

1. FC Neubrandenburg spielte mit:

Rahming – Schwalb, Behrens, Fischer, Stübke – Grimmig (75. Kusturin), Freyer – Roquette (61. Nowak), Stoll, Drzymotta – Schmidt

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