STREIT WEGEN FAHRSCHEIN

17-Jähriger prügelt auf Busfahrer in Neubrandenburg ein

Couragierte Neubrandenburger gingen dazwischen, als der Jugendliche dem Busfahrer mehrfach ins Gesicht schlug. Auslöser des Ausrasters war ein Stück Papier.
Thomas Beigang Thomas Beigang
Die Polizei nahm den verdächtigen Angreifer in Gewahrsam und befragte Zeugen.
Die Polizei nahm den verdächtigen Angreifer in Gewahrsam und befragte Zeugen.
Neubrandenburg.

In einem Neubrandenburger Stadtbus ist am Montag ein 56-jähriger Busfahrer von einem 17-Jährigen mehrfach mit der Faust ins Gesicht geschlagen worden. Der Fahrer war gegen Mittag auf der Linie 8 unterwegs, an der Haltestelle am Rathaus musste er einer jungen Frau den Zutritt zum Bus verweigern, weil deren Fahrschein ungültig war.

Plötzlich und ohne Vorwarnung kam der 17-jährige Tatverdächtige – ein Freund der jungen Frau – aus dem hinteren Teil des Busses angelaufen und schlug unvermittelt auf den Busfahrer ein. Das kam alles so plötzlich, dass der Busfahrer gar nicht so schnell hochkam, um sich wehren zu können.

Der 17-Jährige schlug den Busfahrer mit der linken und rechten Faust mehrfach ins Gesicht, die Auseinandersetzung verlagerte sich dann nach draußen vor den Bus, da der Busfahrer die Personalien des Tatverdächtigen forderte. Dieser Aufforderung kam der 17-Jährige nicht nach und versuchte stattdessen weiterhin, auf den Busfahrer einzuschlagen.

Busfahrer wurde dienstunfähig geprügelt

Zwei couragierte Zeugen bemerkten die Auseinandersetzung und gingen dazwischen. Ein 37-jähriger Zeuge brachte den 17-jährigen zu Boden und hielt ihn dort fest, bis die Polizei eintraf. Die Beamten haben den 17-Jährigen mit zum Revier genommen, wo er kurze Zeit später von seiner Mutter abgeholt wurde. Er muss sich nun wegen Körperverletzung verantworten.

Der Busfahrer wurde durch die Faustschläge so schwer verletzt, dass er nicht mehr dienstfähig war und durch einen Kollegen abgelöst werden musste.

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Kommentare (2)

Dem Bengel gehört mal anständig nachgeholt, was Eltern und Gesellschaft ihm in den letzten Jahren vorenthalten haben! Man nennt es Respekt und Anstand!
Wo sind wir bloß hingekommen ...

diese Tat und viele weitere zeigen nur auf wie verkommen unsere politische Landschaft incl. Gesetzgebung und Justiz ist - dem Busfahrer gute Besserung und ein gutes Karma