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1986 wurde mit einem Elch kurzer Prozess gemacht

Der Usedomer Elch ist längst zum Foto-Star geworden. In Smartphone-Zeiten hat fast jeder sein Handy „schussbereit”. Zu DDR-Zeiten hatte ein Elch bei Neubrandenburg dagegen ganz andere Probleme.
Wilfried Schimmel (rechts) hatte 1986 auf dem Küssower Acker einen Elch erlegt.
Wilfried Schimmel (rechts) hatte 1986 auf dem Küssower Acker einen Elch erlegt. NK-Archiv
Neubrandenburg ·

1986 war Wilfried Schimmel sehr stolz, als er dem Fotografen seine Trophäe präsentierte. Der Jäger hatte im Juni auf einem Gerstenfeld bei Neubrandenburg einen ausgewachsenen Elch erlegt. Fünf Zentner wog der Vierbeiner, der von Polen aus über die Oder geschwommen und bis an den Tollensesee marschiert war. Doch dann traf er auf Jäger Schimmel. Mit seiner Bockdoppelflinte und einem sauberen Schuss erlegte er den Elch mitten in einem Gerstenfeld.

Heute würde Schimmel in den sozialen Netzwerke wohl einen Shitstorm für diese Jagd ernten und PETA wäre wahrscheinlich auch nicht weit. Das DDR-Jagdgesetz habe es jedoch zugelassen, Elche zu erlegen, sagt Volker Böhning, Vorsitzender des Landesjagdverbandes Mecklenburg-Vorpommern. Heute sind Elche allerdings tabu für die Waidmänner.

 

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