BRANDSCHUTZ

215.000 Euro für die Kreisfeuerwehr in der Seenplatte

Das Geld soll den kreislichen Brandschutz verstärken. Ereignisse wie der Waldbrand bei Lübtheen zeigten, wie wichtig eine gute Ausstattung sei, heißt es.
Mirko Hertrich Mirko Hertrich
Bei Großbränden wie diesem in Friedland im März dieses Jahres rückte auch die Katastrophenschutzeinheit d
Bei Großbränden wie diesem in Friedland im März dieses Jahres rückte auch die Katastrophenschutzeinheit der Kreisfeuerwehr an, die nun 200.000 Euro kriegt. Felix Gadewolz
Neubrandenburg.

Die Kreisfeuerwehr Mecklenburgische Seenplatte kann sich über eine unverhoffte Geldspritze freuen. Der Kreisausschuss des Kreistages votierte am Dienstag überraschend dafür, Investitionsmittel des Kreises der Kreisfeuerwehr zugute kommen zu lassen. Einen entsprechenden mündlichen Antrag hatte die CDU-Fraktion eingebracht. Er wurde mit einer Mehrheit von zehn Stimmen aus unterschiedlichsten Fraktionen angenommen.

Ursprünglich war angedacht worden, eine Summe von insgesamt rund 215.000 Euro aus den jährlichen Gewinnausschüttungen der Sparkassen Kommunen zugute kommen zu lassen, die zuvor einen Antrag gestellt hatten. Begehrlichkeiten angemeldet hatte etwa die Stadt Malchin, die sich 150.000 Euro für eine Überdachung im Peenebad wünschte. Drei Anträge schickten Amt sowie Stadt Penzlin ins Rennen, allesamt für den Straßenausbau.

Viele Gemeinden wussten nichts von den zusätzlichen Mitteln

Diesen Begehrlichkeiten erteilte der Kreisausschuss mit knapper Mehrheit eine Abfuhr. Aus dem Rennen geflogen war zuvor schon ein Antrag aus Demmin, wo man sich einen Zuschuss für die Entschlammung eines Löschteichs wünschte, allerdings entspricht die Hansestadt nicht den Förderkriterien.

Nach den Worten des Vorsitzenden der CDU-Fraktion im Kreistag, Tilo Lorenz, gab es eine Reihe von Gemeinden, die nicht gewusst hätten, dass zusätzliche Mittel hätten beantragt werden können. Seine Fraktion sei daher dafür, die Gelder in die Ausstattung des kreislichen Brandschutzes zu investieren. Dessen Bedeutung hätten nicht zuletzt Brandereignisse wie in diesem Jahr in Lübtheen gezeigt.

Landrat Heiko Kärger (CDU) begrüßte dies als einen „charmanten Vorschlag”. Er verteidigte zugleich das Vorgehen seiner Verwaltung, dieses Verfahren gebe es schon seit mehreren Jahren. Gäbe es eine öffentliche Ausschreibung, wäre diese „hundertfach überzeichnet”. Toralf Schnur, Fraktionschef von FDP/Freier Horizont MSE, bemängelte, er finde das ursprüngliche Verfahren „eher unangenehm”, da nicht beteiligte Gemeinden dabei außen vor blieben.

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