Die Kundgebung sprach sich stark gegen für das Impfen und gegen jegliche Corona-Leugnung aus.
Die Kundgebung sprach sich stark gegen für das Impfen und gegen jegliche Corona-Leugnung aus. Tim Prahle
Rund 50 Teilnehmer fanden sich am Montagnachmittag auf dem Marktplatz ein.
Rund 50 Teilnehmer fanden sich am Montagnachmittag auf dem Marktplatz ein. Tim Prahle
Corona-Protest

50 Teilnehmer bei Gegendemo in Neubrandenburg

Die dritte Woche in Folge hat eine kleine Gruppe gegen die Corona-Proteste demonstriert. Das Bündnis „Neubrandenburg nazifrei” übte zuvor deutliche Kritik an Bürgermeister Witt.
Neubrandenburg

An die 50 Teilnehmer versammelten sich am späten Montagnachmittag auf dem Neubrandenburger Marktplatz, um gegen die wöchentlich stattfindenden Corona-Protest ein Zeichen zu setzen. Bereits die dritte Woche in Folge versammelten sich die Teilnehmer unter dem Motto „Solidarität statt Schwurbelei”. Neben der Solidarität für die Mitarbeiter im Gesundheitswesen wollen die Demonstranten dabei auch vor „rechten Strukturen” bei den Corona-Protesten warnen – trotz der Einschätzung der Polizei, dass bei den sogenannten Spaziergängen auch viele Menschen aus der bürgerlichen Mitte mitlaufen.

Für die privat angemeldete Versammlung zeigte sich keiner im Einzelnen verantwortlichen. Es habe sich für die Durchführung eine lose Gruppe zusammengefunden, berichteten Teilnehmer.

Mühle mit Distanz zu Protestlern

Für die Kundgebung geworben hatte im Vorfeld auch die Gruppe „Neubrandenburg nazifrei”. Diese warf am Sonnabend via Twitter dem nun mit etwa 87 Prozent erneut gewählten Oberbürgermeister Silvio Witt (parteilos) vor, „Stimmenfang am rechten Rand” zu betreiben.

Witt hatte sich nach knapp zwei Jahren kurz vor dem Wahltag mit Organisatoren der Corona-Demo ausgetauscht, danach öffentlich für das Impfen geworben und betont, dass die Demonstranten nicht die Mehrheit seien. Linke-Kandidat Gunar Mühle hatte sich hingegen deutlich von den Protesten distanziert, dafür wurde er von einigen Demonstranten im Internet beschimpft.

Beim Corona-Protest werden diesen Montag nach Polizeiangaben 1500 bis 1800 Teilnehmer erwartet. Dabei soll es durch die Innenstadt und ins Katharinenviertel gehen.

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