FALSCHE POLIZISTEN

Neubrandenburgerin fällt auf dreiste Trickbetrüger rein

In Neubrandenburg waren falsche Polizisten mit einer bekannten Masche unterwegs. Die Trickbetrüger brachten eine 64-Jährige um ihre Ersparnisse. Es kann nicht oft genug vor solchen Betrügern gewarnt werden.
Thomas Beigang Thomas Beigang
Eine 64-Jährige aus Neubrandenburg ist Opfer von falschen Polizisten geworden. In Altentreptow scheiterte eine andere Masche, um an das Geld einer 73-Jährigen zu kommen.
Eine 64-Jährige aus Neubrandenburg ist Opfer von falschen Polizisten geworden. In Altentreptow scheiterte eine andere Masche, um an das Geld einer 73-Jährigen zu kommen.
2
SMS
Neubrandenburg.

In Neubrandenburg ist eine 64 Jahre alte Frau Opfer eines Betrugs durch falsche Polizisten geworden und verlor durch diese Masche 18.450 Euro – mutmaßlich ihr gesamtes Erspartes.

Die Neubrandenburgerin erhielt Ende vergangener Woche mehrere Anrufe. Am Telefon war eine Frau, die sich als Polizistin aus Berlin ausgab. Die Polizei in der Hauptstadt sei intensiv mit Ermittlungen zu einer rumänischen Bande beschäftigt, hieß es. Die Daten der Geschädigten seien auf einer Liste gefunden worden und die Bande hebe Geld von Konten älterer Leute ab – auch die Neubrandenburgerin könnte noch zum Opfer werden.

Geld-Übergabe an der Haustür

All das wurde der 64-Jährigen suggeriert. Die Masche ging so weit, dass die Täter die Frau überzeugen konnten, ihr Erspartes aus „Sicherheitsgründen” abzuheben und einem „Polizisten” persönlich zu übergeben. Die Übergabe am Freitag ist leider geglückt, heißt es aus dem Polizeipräsidium Neubrandenburg. Die Frau sei erst dann misstrauisch geworden und rief die echte Polizei an, als sie das Geld bereits an eine ihr unbekannte Person an der Haustür übergeben hatte.

Die „richtige” Polizei warnt erneut: Die echte Polizei werde niemals verlangen, Geld aus Sicherheitsgründen abzuheben und einem „Polizisten” zu überreichen. Auch Abfragen zu persönlichen Vermögensverhältnissen wird es durch die echte Polizei nie geben.

Betrugsversuch in Altentreptow

Mit einer anderen Masche versuchten es laut Polizei die Täter in Altentreptow. Dort hat eine 73-Jährige auch am Freitag bereits die geforderten Geldkarten an einer Tankstelle im Wert von 300 Euro gekauft – im Glauben, sie benötige die Codes der Karten, um an eine angeblich hohe fünfstellige Gewinnsumme zu kommen. Bevor sie die Codes telefonisch weitergeben konnte, packte sie das Misstrauen. Sie überprüfte die Telefonnummer mit Hilfe der Auskunft und bekam so mit, dass es sich mutmaßlich um eine „Briefkastenfirma” handelt.

zur Homepage
Unser Sommerhit: Nordkurier digital + gratis Tablet