Telefonabzocke

78-jähriger Neubrandenburger verliert 1100 Euro an Betrügerin

Es gebe ein Problem mit seinem PC, daher müsse sie Zugriff zu seinem Computer erhalten. So startete ein Betrug, der sich über mehrere Stunden zog – und am Ende einen Senior um 1100 Euro ärmer machte.
Neubrandenburg

Ein 78-jähriger Neubrandenburger hat 1100 Euro an eine Betrügerin verloren. Laut Polizei rief die Unbekannte den Mann und gab sich als Mitarbeiterin des Softwareunternehmens Microsoft aus. Sie sprach von einer Panne, die der Mann gemeinsam mit ihr an seinem PC beheben müsse.

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39 Anrufe in Abwesenheit

Der 78-Jährige ließ die Frau per Zugriff den Computer übernehmen und verschiedene Aktionen ausführen. Nach drei Stunden unterbrach der Mann das Telefonat, weil er einen wichtigen Termin hatte. In der Zwischenzeit erhielt er 39 Anrufe. Und auch als er wieder zuhause war, klingelte das Telefon ständig. Schließlich nahm der Geschädigte einen Anruf entgegen.

Erneut war die angebliche Microsoft-Mitarbeiterin am Apparat. Ihr gelang es nochmals, den Senior dazu zu bringen, seinen Computer zu starten. Durch zahlreiche telefonische Anweisungen drängte sie den Geschädigten letztlich dazu, sein Onlinebanking zu starten und nebenbei 1100 Euro in die Überweisungsmaske einzugeben. Die erforderliche Bestätigungs-TAN sollte er der Frau übermitteln, was er auch tat. Als sie eine zweite TAN verlangte, wurde der Mann stutzig und legte auf.

Computer am nächsten Tag gesperrt

Erst am nächsten Tag, als er seinen PC starten wollte, bestätigte sich der Betrug. Der Computer war gesperrt (Hinweis: This Computer has been locked – Der Computer ist gesperrt). Zudem stellte er fest, dass von seinem Konto tatsächlich 1100 Euro überwiesen worden waren.

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