TELEFONBETRUG

80-jährige Neubrandenburgerin verliert 2500 Euro wegen Fake-Gewinn

Die Frau habe knapp 50.000 Euro gewonnen, sagte ihr eine Stimme am Telefon. Sie müsse nur noch ein paar Gebühren entrichten – und schon nahm das Drama seinen Lauf.
Die Frau (hier ein Symbolbild) verlor 2500 Euro.
Die Frau (hier ein Symbolbild) verlor 2500 Euro. © highwaystarz - stock.adobe.com
Neubrandenburg.

Eine 80-Jährige aus Neubrandenburg hat 2500 Euro durch einen Telefonbetrug verloren. Laut Polizei konnte eine Filialleiterin eines Supermarkts in der Oststadt verhindern, dass die betagte Frau zudem 2000 Euro Bargeld abhebt.

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Fake-Gewinn von 49.000 Euro

Demnach war der Zeugin aufgefallen, dass am Donnerstag auffallend viele Gutscheinkarten gekauft wurden. Ihre Mitarbeiter bestätigten ihr, dass eine ältere Dame die Karten kaufte. Die kam nun wieder, um 2000 Euro Bargeld abzuheben. Doch da schritt die Filialleiterin ein, sprach mit der Frau und informierte die Polizei.

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Die Beamten mussten feststellen, dass die Seniorin zu Hause Google-Play-Karten im Wert von 2500 Euro zu liegen hatte. Die Codefelder waren allesamt freigerubbelt. Die 80-Jährige gab an, dass sie am Mittwoch den ersten Anruf erhalten habe und ihr ein Mann in akzentfreiem Deutsch erklärte, dass sie 49.000 Euro gewonnen habe, sie jedoch Gebühren zahlen müsse. Dann gab er ihr genaue Anweisungen, wie sie die Gutscheinkarten zu erwerben habe und fragte in einem späteren Telefonat nach den Codes. Wie viele der Codes sie letztlich durchgegeben hat, muss noch geklärt werden. Dadurch dass die Karten jedoch freigerubbelt sind, sind sie entwertet und können nicht mehr zurückgegeben werden.

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Telefonnummer kam aus Bonn

Am Donnerstag rief der Mann erneut an und forderte von der Frau nun 2000 Euro in bar. Als sie das Geld im Supermarkt holen wollte, wurde sie glücklicherweise von der Filialleiterin aufgehalten. Die eingesetzten Beamten sahen auch das Telefon der Seniorin ein und stellten fest, dass an den beiden Tagen insgesamt neun Anrufe einer Nummer mit Bonner Vorwahl eingegangen waren. Sie führten nochmals ein eindringliches Gespräch mit der Geschädigten und klärten sie über die Masche auf.

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Kommentare (2)

Es ist und bleibt ein sehr deutliches Beispiel von Gier frisst Hirn.
Egal, ob ich überhaupt an einem Gewinnspiel teilgenommen habe: Ooooh, her mit den 50000.

(Um nicht missverstanden zu werden: würde ich solcher Typen habhaft werden, würde ich sicher handgreiflich.)

Eigentlich sind alle Senioren gewarnt und verantwortungsvolle Angehörige würden es auch immer wieder tun. Aber die wenigsten nehmen sich die Zeit dafür und verballern sie am Handy