Betrugsmasche

80-jährige Treptowerin zu Hause bestohlen

Es gibt die verschiedensten Betrugsmaschen, vor dem die Polizei warnte. Trotz allem ist es nicht immer einfach, gleich die Abzocke zu erkennen.
Bärbel Gudat Bärbel Gudat
Eine ältere Frau hatte ihr Portemonee geöffnet, um Kleidungsstücke zu bezahlen. Allerdings wusste sie da noch nicht, dass ihre Geldbörse kurz darauf komplett weg sein würde.  
Eine ältere Frau hatte ihr Portemonee geöffnet, um Kleidungsstücke zu bezahlen. Allerdings wusste sie da noch nicht, dass ihre Geldbörse kurz darauf komplett weg sein würde. Stephanie Pilick
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Altentreptow.

Eine Seniorin ist in Altentreptow Opfer eines Trickbetrugs geworden. Die Seniorin war aus der Stadt nach Hause in die Breitscheidstraße gekommen, als vor ihrer Tür eine Frau mittleren Alters auf sie wartete. Später, bei der Anzeigenaufnahme, beschrieb die Rentnerin dem Kontaktbereichsbeamten Henry Wendel eine Frau südländischen Aussehens, die sie im gebrochenem Deutsch ansprach. Sie sei von der Caritas und sammle für eine Weihnachtsfeier, habe die Wartende der 80-Jährigen erklärt. Für die Treptowerin ein Grund sie hereinzubitten. In der Wohnung bot die angebliche Mitarbeiterin ihr dann noch einige Kleidungsstücke an. Zwei Pullover gefielen der Seniorin, aber sie handelte den Preis von 90 auf 50 Euro herunter. Um zu bezahlen, holte sie ihr Portmonee aus einer Schublade im benachbarten Zimmer, erzählte sie der Polizei. Sie legte die Geldbörse wieder dorthin zurück. Anschließend verwickelte die Betrügerin die Treptowerin noch in ein Gespräch, ehe sie sich verabschiedete.

Kurz darauf schwante der 80-Jährigen etwas, nur da war ihr Portmonee mit Ausweis und Geld schon verschwunden. Wann und wie sie bestohlen wurde, kann die alte Dame nicht mal sagen. Sie habe sich nur einmal umgedreht. Henry Wendel glaubt, dass diese Betrügerin am Montag auch noch an anderen Türen in Altentreptow und in der Umgebung ihre Betrugsmasche als Caritas-Mitarbeiterin versucht hat. Er bittet darum, dass sich Betroffene melden sollten.

Caritas-Mitarbeiter weisen sich aus

Thomas Witkowski, Regionalleiter der Caritas für das Erzbistum Hamburg in Neubrandenburg, schließt sich dieser Bitte an. Er möchte auch, dass Betroffene oder Betrogene unbedingt Anzeige erstatten. Er macht aber auch eins deutlich: „Wir machen keine Haustürgeschäfte“, sagt der Regionalleiter. Im Raum Altentreptow sei die Caritas außerdem gar nicht vertreten, es gebe keine Sozialstation. „Aber selbst wenn, die Mitarbeiter können sich mit ihrem Dienstausweis mit Lichtbild ausweisen.“ Wenn gesammelt werde, dann passiere das nicht an der Haustür, sondern bei Straßensammlungen mit Spendendosen und offizieller Genehmigung.

Die Polizei rät auch vorsichtig zu sein, genau hinzuschauen und Unbekannte nicht in die Wohnung zu lassen. Die Beamten gehen davon aus, dass die Tatverdächtige weitere Diebstahlsversuche begangen hat und noch begehen wird. Es kann auch nicht ausgeschlossen werden, dass es sich um eine reisende Täterin handelt, um unerkannt zu bleiben, sagte die Pressesprecherin der Polizeiinspektion Neubrandenburg. „Bitte seien Sie aufmerksam und sprechen Sie erneut mit ihren Verwandten und Bekannten, die bevorzugt Opfer von solchen Betrugsmaschen werden könnten“, so ihr Rat.

Wer Hinweise zu dem beschriebenen Trickdiebstahl in Altentreptow, zu der Täterin oder auch einem möglichen Tatfahrzeug geben kann oder ebenfalls Opfer eines Trickdiebstahls wurde, meldet sich bitte in der Polizeistation in Altentreptow in der Fichtestraße 5 bei Henry Wendel, Telefon 03961 2578217.