IMPFZENTRUM

81-Jähriger erhält erste Corona-Impfung in Trollenhagen

Wo früher Passagiere auf den Start ihres Flugzeugs gewartet haben, lassen sich seit Dienstag Seniorinnen und Senioren gegen Corona wappnen.
Lutz Albrecht hat den allerersten Termin im neuen Impfzentrum des Landkreises Seenplatte in Trollenhagen ergattert.
Lutz Albrecht hat den allerersten Termin im neuen Impfzentrum des Landkreises Seenplatte in Trollenhagen ergattert. Thomas Beigang
Hier geht's lang: Das Impfzentrum der Seenplatte auf den Gelände des Flugplatzes Neubrandenburg-Trollenhagen.
Hier geht's lang: Das Impfzentrum der Seenplatte auf den Gelände des Flugplatzes Neubrandenburg-Trollenhagen. Thomas Beigang
Neubrandenburg ·

Schon 20 Minuten vor seinem Impftermin steht Lutz Albrecht (81) vor dem Empfangsgebäude des Flugplatzes in Neubrandenburg-Trollenhagen. Der Neubrandenburger hat den allerersten Termin ergattert – am Dienstag um 10 Uhr hat das Impfzentrum des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte seinen Betrieb offiziell eröffnet.

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Lutz Albrecht darf sich Debütant nennen, der sich die erste von insgesamt 25 verfügbaren Impfdosen spritzen ließ. Freitag hat der Rentner den lange ersehnten Brief mit der Nachricht, einen Impftermin zu vereinbaren, erhalten. Drei Tage lang versuchte sich der Neubrandenburger daran – unter einer landesweit gültigen und ständig besetzten Telefonleitung. Aber jetzt sei er froh und glücklich, gesteht der Rentner, den lang ersehnten Schutz gegen die tückische Krankheit zu erhalten. Ob er sich überhaupt impfen lässt – darüber musste der 81-Jährige nicht lange nachdenken. „Das war ganz klar”, so Lutz Albrecht.

Vorerst nur 25 Impfdosen pro Tag

Für den Dienstag stehen insgesamt nur 25 Impfdosen zur Verfügung, die gleiche Zahl soll auch am Mittwoch im ersten Impfzentrum der Seenplatte „verimpft” werden, so der Impf-Manager des Landkreises, Sebastian Buse. Für Donnerstag werde dann neuer Impfstoff erwartet. Das zweite Impfzentrum der Seenplatte soll in einer Woche in Waren seinen Betrieb aufnehmen.

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Kommentare (2)

Ist es nicht beschämend für eine hochtechnisierten Staat die älteren Menschen, oft ohne moderne Technik im eigenen Hause und fremder Hilfe bedürftig, in einer Warteschleife eines zentralen Callcenters stundenlang warten zu lassen wegen 25 Impfdosen? Solche Terminvergaben sollten sich im Impfcentrum befinden um schnell und unkompliziert hier zu agieren. Die lange Wartezeit und das wie komme ich dahin stößt viele Senioren vor den Kopf. Es wäre sicher besser einen mobilen Imftrupp durch das Land ziehen zu lassen um diese Altersgruppe zu versorgen, solange sie noch Impfwillig sind. Selbst dei danach erfolgenden datenerhebungen sind nicht Nachvollziehbar, schließlich hat jeder Eingeladene eine ID Nummer nach der abgearbeitet werden kann ohne Namenserhebung ect. der Ausweis muss reichen!
Hier zeigt sich wieder wie unvollkommen diese behördenstruktur ist und wertvolle Arbeitskraft für sinnlose Dinge geopfert werden. frage mich nur wie oft der Bus heute wegen den wenigen Hanseln leer verkehrt ist.

Kann Ich meine Impfdosis auch spenden.... und den Fahrpreis leg ich obendrauf?