Die Abiturienten aus Neubrandenburg hoffen auch dieses Jahr wieder auf einen großen Abschlussball. Ob die Pandemie ihnen
Die Abiturienten aus Neubrandenburg hoffen auch dieses Jahr wieder auf einen großen Abschlussball. Ob die Pandemie ihnen nun zum dritten Mal in die Quere kommt? Jens Wolf
Am letzten Schultag des Abiturjahrgangs 2018 wanderten Schüler und Lehrer des Sportgymnasiums in einer Polonese durch das
Am letzten Schultag des Abiturjahrgangs 2018 wanderten Schüler und Lehrer des Sportgymnasiums in einer Polonese durch das Schulgebäude. Bilder wie dieses, konnten seit Beginn der Pandemie nicht mehr entstehen. NK Archiv
Abitur in Corona-Zeiten

Abiturienten hoffen auf große Abschlussbälle trotz Pandemie

Auch in diesem Jahr lässt die Corona-Pandemie die Abiturienten wieder zittern. Ob sie ihren Schulabschluss so ausgelassen wie in Zeiten vor Corona feiern können, wissen sie nicht.
Neubrandenburg

Kann das Abitur 2022 endlich wieder angemessen gefeiert werden? Seit Ausbruch der Pandemie war ein ausgelassener Abschluss für Abiturienten nicht mehr möglich. Die notwendigen Schutzmaßnahmen verhinderten das Stattfinden größerer Veranstaltungen, verhinderten, dass Abiturienten den Abschied der Schulzeit und den Beginn eines neuen Lebensabschnittes feiern konnten.

In diesem Jahr ist die Hoffnung auf die Abschlussbälle groß. Die Schüler der Neubrandenburger Gymnasien planen jedenfalls optimistisch und in der Hoffnung, dass zum Ende des Schuljahres die Abibälle tatsächlich stattfinden können. „Die Maßnahmen werden gelockert und darüber freuen wir uns, denn das ist ein besonderer und wichtiger Tag für die Schüler“, sagt Judith Ewald, Schulleiterin des Sportgymnasiums. „Aber in die Glaskugel können wir alle nicht schauen“, betont sie.

Wollen uns nicht von der Pandemie abhalten lassen

Auch die Schülerschaft des hiesigen Gotthold-Ephraim-Lessing Gymnasiums ist fleißig am Planen, lässt sich von der Pandemie zunächst nicht abhalten. „Die verantwortlichen Schüler haben die Feier bereits für das Haus der Kultur und Bildung (HKB) angemeldet“, sagt der kommissarische Schulleiter Maik Hinz. Wegen der zurzeit geltenden Corona-Schutzmaßnahmen, hätten die Eltern der Abiturienten im vergangenen Jahr während der Zeugnisausgabe vor dem Schulgebäude warten müssen. Sie konnten nicht dabei sein, als ihre Kinder das Abschlusszeugnis überreicht bekommen haben, wie sich der kommissarische Schulleiter des Lessing-Gymnasiums erinnert.

In Mecklenburg-Vorpommern steht die Corona-Ampel seit dem 21. Februar auf Warnstufe „Rot“. Das bedeutet unter anderem, dass geschlossene Gesellschaften in Gaststätten und gewerblich organisierte private Zusammenkünfte untersagt sind. Doch die Schüler des hiesigen Albert-Einstein-Gymnasiums (AEG) lassen sich beim Planen ebenfalls nicht aufhalten, hoffen auf baldige Lockerungen der Maßnahmen. Immerhin diskutieren Bund und Länder längst über die Lockerung von tiefgreifenden Maßnahmen im März – also Monate vor den möglichen Abi-Feiern.

Zur Not eine kleine Feier auf dem Schulhof

„Wir planen einfach so, als würde es stattfinden“, sagt der 18-jährige Tristan Wegner, der in diesem Jahr das Abitur am AEG abschließt. Seine Mitschülerin Johanna Klütz ist ebenfalls optimistisch und freut sich schon auf die Abiturfeier. „Es wäre schön, wenn das endlich mal wieder klappt, und wenn es unter der 2G-Regelung oder so stattfindet. Zur Not wird es eben eine kleinere Feier, beispielsweise auf dem Schulhof“, sagt die 18-Jährige. Finanziert werde der Abiball hauptsächlich durch Spendengelder und Elternbeiträge, wie Gisela Michaelis vom Förderverein des AEG auf Nachfrage des Nordkuriers sagt. Doch neben den Einschränkungen, die durch die Pandemie entstehen, gibt es noch ein weiteres Problem bei der Planung: „Die größte Hürde ist eigentlich, dass wir in der Stadt Neubrandenburg keinen geeignetes Cateringunternehmen finden, dass mal eben 600 Leute an einem Abend versorgen kann“, sagt Dietmar Kittler, Schulleiter des AEG.

Wie das AEG planen auch andere Abiturklassen die Abschlussfeierlichkeiten im Juni in den Häusern des Veranstaltungszentrums Neubrandenburg (VZN) auszurichten. „In den vergangenen Jahren wurden die Abiturfeierlichkeiten aufgrund der anhaltenden Beschränkungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie abgesagt. Die Durchführung steht und fällt jedoch mit den dann geltenden Bestimmungen der jeweiligen Landesverordnung“, teilt Barbara Schimberg, Geschäftsführerin des VZN auf Nachfrage des Nordkuriers mit.

Orte wie das HKB, das Jahnsportforum sowie die Konzertkirche, in der die Zeugnisausgabe der Sportgymnasiasten stattfinden soll, sind nach Angaben des VZN bereits von den Schülern der einzelnen Schulen für die Abiturfeiern angemeldet worden.

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