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Hotel-Abriss spielt sich zunächst innen ab

An der Rückseite des Hotels macht sich schon der Bagger zu schaffen. Für den Abriss des Hauptgebäudes liegen aber noch nicht alle Genehmigungen vor. 
An der Rückseite des Hotels macht sich schon der Bagger zu schaffen. Für den Abriss des Hauptgebäudes liegen aber noch nicht alle Genehmigungen vor. 
Anke Brauns

Im Radisson Blu Hotel in Neubrandenburg ist mit der Entkernung und dem Abbruch von Anbauten auf der Rückseite begonnen worden. Für den großen Abriss ist noch nicht alles klar.

Im ehemaligen Radisson Blu Hotel am Marktplatz haben vor zwei Wochen mit der Entkernung die Abrissarbeiten begonnen. Zu den ersten Maßnahmen gehört auch der Abbruch der Flachbauten auf der Rückseite. Bei den Investoren, der Hamburger Achim Griese Treuhandgesellschaft und der Leipziger Arcadia Investment GmbH, geht man davon aus, dass die Entkernung vier bis sechs Wochen in Anspruch nehmen wird. Danach wird der eigentliche Abriss des Hauptgebäudes etwa sechs Wochen dauern, heißt es.

Die Abrissbescheinigung der Unteren Bauaufsichtsbehörde liegt inzwischen vor, teilt die Stadtverwaltung auf Nachfrage mit. Derzeit laufe aber noch die immissionsschutzrechtliche Prüfung. Die betrifft aber nicht die Entkernung, sondern nur den eigentlichen Abriss des Hauptgebäudes. Bei dieser Prüfung wird unter anderem geklärt, welche Abstandsflächen einzuhalten sind, wie weit also abgesperrt werden muss, und auch, ob der abgetragene Beton gleich an Ort und Stelle zerkleinert und als Füllmaterial weiterverwendet werden kann. Das ist Wunsch der Investoren, denn damit könnten viele Transporte und damit Kosten gespart werden. „Hier wird nach einer Lösung gesucht, um eine Einigung zur Abrisstechnologie zu erreichen, mit dem Ziel, dass das Gebäude ab September abgetragen werden kann“, heißt es aus dem Rathaus. Das große Relief an der Vorderseite des Hotelgebäudes soll erhalten und zunächst beim Bauhof der Stadt eingelagert werden.

Die Investoren wollen das Grundstück neu bebauen. Im künftigen Marien-Carrée sind etwa 8500 Quadratmeter für den Einzelhandel vorgesehen. Die Drogeriekette DM ist bereits vertraglich gebunden.