ENTSORGUNG

Abwassergebühren sollen in Neubrandenburg kräftig steigen

Im Vorjahr hatten die Wasserbetriebe die Gebühren noch weitgehend stabil gehalten, ab 2021 sieht die Kalkulation aber ganz anders aus.
In der Neubrandenburger Kläranlage wird das Abwasser aus Stadt und Umland aufbereitet. Die Entsorgung könnte fü
In der Neubrandenburger Kläranlage wird das Abwasser aus Stadt und Umland aufbereitet. Die Entsorgung könnte für die Neubrandenburger ab 2021 teurer werden. SEGETH
Neubrandenburg ·

Auf die Verbraucher in Neubrandenburg könnten ab 2021 deutliche Mehrzahlungen beim Abwasser zukommen. Die am Donnerstag in den Hauptausschuss eingebrachte Abwassergebührenkalkulation 2021 sieht vor, dass die Neubrandenburger Wasserbetriebe GmbH (neu-wab) die Gebühr für die Schmutzwasserentsorgung von 3,22 auf 3,60 Euro pro Kubikmeter erhöht. Die Gebühr für die Niederschlagsentwässerung soll den Plänen nach von 1,62 auf 1,70 Euro pro Kubikmeter steigen.

Stadtvertreter entscheiden vor Weihnachten

Tiefer in die Tasche greifen müssen den Plänen zufolge ab 2021 auch Kunden der dezentralen Entsorgung wie etwa Kleingärtner. Für die Entsorgung von Schmutzwasser aus abflusslosen Sammelgruben mit Behältern über drei Kubikmetern werden statt 24,32 dann 27,42 Euro pro Kubikmeter fällig. Bei kleineren Behältern steigen die Gebühren von 50,97 auf 57,77 Euro pro Kubikmeter. Die Gebühr für die Entsorgung von Fäkalschlamm aus Kleinkläranlagen erhöht sich von 29,03 auf 35,53 Euro pro Kubikmeter.

Am 10. Dezember sollen die Ratsfrauen und -herren dann über die Kalkulation 2021 abstimmen. Sie würde im Falle einer Zustimmung nur für die Neubrandenburger Kunden der neu.wab gelten, sagte eine Unternehmenssprecherin.

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Kommentare (7)

reinholen egal wie....

Pinkelt man wegen Corona häufiger? Mir nicht bekannt.

in der Kalkulation der letzten Jahre, die irgendwie umfangreicher war, konnte man sehen, wie hoch die Gewinnabführung der neu.wab an die neu.sw war. Ist zwar in mehrfacher Bedeutung Sch... aber aus Sicht der Stadt Neubrandenburg durchaus wirtschaftlich sinnvoll, um wenigstens einen Teil der Kosten der Corona-Maßnahmen zu finanzieren.

Anscheinend ja. Und nicht nur pinkeln sondern auch das große Geschäft. Anders kann ich mir den Schwund an Klopapier im Supermarkt nicht erklären.

Hoffentlich regnet es im nächsten Jahr weniger, denn sonst sorgt der liebe Gott für einen Gewinnüberschuß bei den Stadtwerken. Leute geht in die Öffentlichkeit bei der Notdurft, so kann man auch Wasser sparen! Stoppt die Finanzzuwendungen an die Vorstände, sie sind die Blutsauger der Gesellschaft.

getrunken zu haben. neu.wab und neu.sw sind jeweils eine GmbH und da gibt es gar keinen Vorstand, vielmehr gilt §37 GmbHG.

Drastisches Umdenken im Staate ist angesagt und notwendig - so kann es nicht weiter gehen mit den Gebühren- und Abgabenerhöhungen, nicht nur beim Abwasser!