KONZERTBESUCHER KRITISIEREN

Ärger um Getränke und Toiletten im Jahnsportforum Neubrandenburg

Die Kelly Family hat am Wochenende Tausende Besucher ins Jahnsportforum gelockt. Musikalisch war es wohl ein gelungener Abend, die Not mit der Notdurft war indes offenbar groß.
Die Kelly Familiy sorgte laut VZN mit 4600 Besuchern für ein volles Haus. Im Jahnsportforum ging die Post ab. Vor den Toi
Die Kelly Familiy sorgte laut VZN mit 4600 Besuchern für ein volles Haus. Im Jahnsportforum ging die Post ab. Vor den Toiletten soll es sich in der Pause aber mächtig gestaut haben. Foto: Birgit Schaeffer
Die Kelly Familiy sorgte laut VZN mit 4600 Besuchern für ein volles Haus. Im Jahnsportforum ging die Post ab. Vor den Toi
Die Kelly Familiy sorgte laut VZN mit 4600 Besuchern für ein volles Haus. Im Jahnsportforum ging die Post ab. Vor den Toiletten soll es sich in der Pause aber mächtig gestaut haben. Foto: Birgit Schaeffer
Neubrandenburg.

Kay Schwulst zeigt sich vom Konzert der Kelly Family im Neubrandenburger Jahnsportfourm absolut begeistert, „aber wieder eine katastrophale sanitäre Situation“. In der Pause habe man sich zwischen Getränk oder Toilette entscheiden müssen. Beides sei nicht zu schaffen gewesen. „Insbesondere die Frauen hatten das Problem, dass aufgrund einer Mega-Schlange an den drei Damentoiletten im Innenraum für mehrere Tausend Besucher kein Rankommen war“, schildert der Besucher verärgert.

Derartige Kritik ist nicht neu. Der Hallenbetreiber, das Veranstaltungszentrum Neubrandenburg, sah sich vor einigen Wochen – nach einem Matthias-Reim-Konzert – mit ähnlichen Vorwürfen konfrontiert. Damals hatte es abschließend geheißen, dass kein generelles Problem mit dem Jahnsportforum als Veranstaltungsort gesehen werde.

Wunsch nach zehn bis zwanzig Toiletten mehr

Aber laut Kay Schwulst habe das VZN daraus nichts gelernt, vor allem offenbar in puncto sanitäre Anlage. „Bei Veranstaltungen, bei welchen der Innenraum aufgestuhlt beziehungsweise von Besuchern genutzt wird, wie Konzerte, reichen die Toiletten bei weitem nicht“, meint er. Dabei gehe es nicht um eine oder zwei zusätzliche Toiletten, sondern um zehn bis zwanzig, lautet der Wunsch des Besuchers.

Alexander Bahr vom VZN erklärt auf Nordkurier-Nachfrage, dass es während der Pause einer Veranstaltung leider immer wieder vermehrt zum Aufsuchen eines bestimmten Toilettenraumes im Saal komme. „Dieses erhöhte Frequentieren führt in einem diesem Bereich führt vermehrt zu Warteschlangen“, sagt er. Weitere Toilettenräume auf den Tribünen sowie im Eingangsbereich würden aktuell weniger aufgesucht. „Um dort eine Verbesserung umzusetzen, werden wir weiterhin mit direkter Kommunikation vor Ort als auch einer möglichen Erweiterung der Beschilderung auf weitere Toilettenräume hinweisen“, räumte er ein. Im Bezug auf das Kelly-Family-Konzert sei die Zahl der Damen-WCs erweitert sowie Toilettenräume während der Einlassphase kurzzeitig gesperrt worden. „Dieses Verfahren hat sich bei den letzten Veranstaltungen als gut erwiesen“, spricht Alexander Bahr von den Erfahrungen.

Ort ausgerichtet auf Sportveranstaltungen

Hinsichtlich des Caterings sei es schwer umsetzbar, eine Vielzahl von Besuchern innerhalb von einer durchschnittlichen Pausenzeit von 20 Minuten, komplett zu versorgen. Sowohl mehrere feste Cateringpositionen als auch der „fliegende“ Verkauf erwiesen sich nach Angaben von Alexander Bahr während der Einlass- als auch Konzertphase als gut.

Im Hinblick auf die Anzahl der Toiletten sei die Bauverordnung während einer Planungs- und Bauphase bindend. „Anhand jener Parameter wurde die erforderliche Anzahl an Toiletten für das Jahnsportforum eingeplant und baulich umgesetzt“, so Alexander Bahr. Sollten Änderungen innerhalb einer Verordnung bauliche Maßnahmen erfordern, so gelte für jede Veranstaltungsstätte ein sogenannter Bestandsschutz. „Somit entsprechen die gegebenen Rahmenbedingungen des Jahnsportforums, insbesondere Anzahl an Toilettenräume, den baulichen Verordnungen einer Veranstaltungsstätte“, erklärt Bahr abschließend.

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Kommentare (2)

Und das ist dann auch der Grund warum man lieber nach Berlin oder Rostock ins Konzert geht. Der einzige annehmbare Ort in Neubrandenburg ist die Konzertkirche. Und bei Ticketpreisen von 80€ darf ich doch von einem ordentlichen Veranstlungsort ausgehen.

Hat eigentlich schon jemand mal geprüft ob das JSF eventuell für derlei Veranstaltungen ungeeignet ist? Das hört sich alles sehr nach auf Druck Geld verdienen an.