BAHNHOFSTUNNEL

Ärger um Müll und Gestank in Neubrandenburg

Sechs Monate nach Eröffnung mehren sich Beschwerden über die Sauberkeit im Neubrandenburger Bahnhofstunnel. Menschen und Tiere hinterlassen dort ihre Notdurft.
Mirko Hertrich Mirko Hertrich
Wer am Neubrandenburger Bahnhof einen Tunnelblick riskiert, dem zeigt sich dieser nicht von seiner schönsten Seite.
Wer am Neubrandenburger Bahnhof einen Tunnelblick riskiert, dem zeigt sich dieser nicht von seiner schönsten Seite. Mirko Hertrich
Neubrandenburg.

Gerade einmal sechs Monate nach Eröffnung mehren sich die Beschwerden über den Neubrandenburger Bahnhofstunnel. Leser des Nordkurier beschweren sich vermehrt über menschliche und tierische Hinterlassenschaften sowie über einen unangenehmen Geruch.

Und tatsächlich: Im hinteren Teil des Tunneldurchstichs, der über einen Treppenaufgang und einen Fußweg die Heidenstraße sowie das Vogelviertel mit der Innenstadt verbindet, sieht es weniger appetitlich aus. Der Boden ist fleckig und verklebt, offenbar von Getränkeresten. Spuren an der Wand lassen vermuten, dass jemand dort seine Notdurft hinterlassen hat.

Stadt will Sonderreinigung prüfen

In etwas besserem hygienischen Zustand befindet sich der eigentliche Tunnel, für den die Bahn zuständig ist. Hier wurden offenbar Graffiti entfernt, davon zeugen noch klebrige Rückstände an der Wand.

Mit Ende des Tunnels liegt die Verantwortung für den Treppenzugang inklusive Aufzug in Verantwortung der Stadt. Der Treppenabgang zum Tunneldurchstich-Nord werde täglich gereinigt, sagte Stadtsprecherin Anett Seidel. Die Papierkörbe würden ebenfalls täglich geleert und herumliegender Müll eingesammelt. Nach dem Hinweis der Nordkurier-Leser auf offensichtlich hartnäckige Verschmutzung in diesem Bereich will die Stadt jetzt vor Ort aber überprüfen, ob eine Sonderreinigung nötig ist.

Noch keine Videoüberwachung

Die Videoüberwachung, die Übeltäter abschrecken oder bei deren Identifizierung helfen könnte, ist derzeit noch nicht in Betrieb. Die Kamera ist mit einer blauen Tüte abgehängt. Für die Überwachungskamera laufe derzeit eine datenschutzrechtliche Überprüfung, teilte die Stadt mit.

Nach zweijährigen Bauarbeiten mit Kosten in Höhe von fast 18  Millionen Euro waren der sogenannte Tunneldurchstich sowie die neu gestalteten Bahnsteige Ende November 2018 wieder der Öffentlichkeit übergeben worden.

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Kommentare (4)

an allen Ein und Ausgängen incl. Tunnel - Strafe 500€ im Schnellverfahren, ersatzweise Gefängnis - spart ne Menge Kosten und Ärger

Werden solche radikale Maßnahmen auch in der Orthopädie-Technik im Reitbahnviertel angewendet?

Bitte??

Euer Ernst? Eine Vollüberwachung? Vielleicht wäre in dem Sinne ein Check In und Check Out Terminal an beiden Seiten des Tunnels angemessen. Welcher nur mit Hilfe des Personalausweises und einem entsprechendem Abgleich der Person jemanden durchlässt. Spaß..

Man wird wohl nicht viel machen können, außer den üblichen Maßnahmen, Kameras zur Abschreckung, öffentliche Toiletten und Reinigung der Plätze.
Der Rest liegt leider am Verhalten der Menschen selbst.
Aber eine Vollüberwachung wäre wohl nicht wirtschaftlich.