Das Jahnsportforum ist die größte Halle Ost-Mecklenburgs und bietet bei Konzerten bis zu 5000 Besuchern Platz. Der
Das Jahnsportforum ist die größte Halle Ost-Mecklenburgs und bietet bei Konzerten bis zu 5000 Besuchern Platz. Der Landesverband der AfD möchte hier Anfang November seinen Landesparteitag durchführen. Peter Krüger
Kundgebung

AfD plant Landesparteitag in Neubrandenburg

Nach einer Absage in Strasburg will die AfD jetzt in Neubrandenburg ihren Landesparteitag abhalten. Linke Gruppen mobilisieren zu Gegenprotesten.
Neubrandenburg

Der Landesverband Mecklenburg-Vorpommern der Alternative für Deutschland (AfD) will am 7. und 8. November in Neubrandenburg ihren Landesparteitag abhalten. „Wir haben vom Landrat die grundsätzliche Freigabe für den Parteitag bekommen“, teilte ein Sprecher des AfD-Landesverbands Mecklenburg-Vorpommern dem Nordkurier mit. „Wir klären nun die letzten Details in Sachen Sicherheit und Hygiene mit dem Betreiber.“ Weitere Details zu der geplanten Veranstaltung will die AfD Mitte der Woche bekannt geben.

Massiver Protest angekündigt

Als Veranstaltungsort anvisiert ist das Jahnsportforum im Neubrandenburger Kulturpark, das vom städtischen Tochterunternehmen Veranstaltungszentrum Neubrandenburg (VZN) verwaltet wird. Das VZN teilte dem Nordkurier am Montag mit, es handele sich um eine formelle und reguläre Anfrage, „die sich derzeit durch uns noch in der Prüfung befindet“. Weiter hieß es, „gleichzeitig müssen wir die aktuelle Verordnung der Landesregierung zur Änderung der Corona-Lockerung und zur Änderung der Quarantäne Verordnung in Übereinklang bringen.“

Gegen den Landesparteitag der AfD mobilisierte im Netz zum Ende vergangener Woche bereits ein breites Bündnis. Angekündigt sind unter anderem Kundgebungen gegen den Landesparteitag, ein Spendenlauf und ein „Markt der Möglichkeiten“. „Neubrandenburg ist kein Ort für völkische und extrem rechte Versammlungen, sondern eine weltoffene, vielfältige Stadt! Wir stehen für ein solidarisches Miteinander, unabhängig von Herkunft, Religion, Hautfarbe und sexueller Orientierung“, hieß es in einem im Internet verbreiteten Aufruf, der unter anderem von Aufstehen gegen Rassismus Mecklenburg-Vorpommern, der Arbeitsgemeinschaft Zukunftsdialog, Demmin nazifrei, Neubrandenburg nazifrei sowie Rostock nazifrei unterzeichnet wurde. Das Bündnis forderte vom VZN zudem, den Vertrag mit der AfD Mecklenburg-Vorpommern nicht zu unterzeichnen.

Eine Sprecherin der Stadt sagte dem Nordkurier, es gebe in Neubrandenburg keinen Grundsatzbeschluss, politische Veranstaltungen nicht in städtischen Einrichtungen wie dem Jahnsportforum stattfinden lassen zu können.

Ursprünglich wollte die AfD MV Ende August ihren Landesparteitag in der Strasburger Max-Schmeling-Halle ausrichten. Das lehnten Rathaus und Stadtvertretung aber ab.

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