Trinkwasser für alle in Burg Stargard? Andreas Rösler von der AfD ist dafür.
Trinkwasser für alle in Burg Stargard? Andreas Rösler von der AfD ist dafür. Andreas Arnold
Wasserversorgung

AfD will öffentliche Trinkwasser-Brunnen in Burg Stargard

Damit nimmt die AfD-Partei auf einen Vorschlag der Grünen Bezug. Die will künftigen Hitzewellen vorbeugen. Kritik gibt es an Bürgermeister Tilo Lorenz.
Burg Stargard

Die AfD spricht sich für den Bau öffentlicher Brunnen in Burg Stargard aus. Das geht aus einem Antrag hervor, den die Fraktion an den Bürgermeister gestellt hat. Mit den Trinkwasserbrunnen solle unter anderem der Tourismus und die Gastfreundlichkeit gefördert werden. Zudem müsste man sich der Klimaerwärmung anpassen, sagt Andreas Rösler. „Wir müssen uns darauf einstellen, dass sich das Klima verändert.”

Brunnen sollen Bürger in Hitzewellen schützen

Mit dem Antrag nimmt der AfD-Politiker Bezug auf einen Gesetzesvorschlag von Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Die Grüne). Der sieht vor, dass Kommunen Trinkwasserbrunnen an öffentlichen Plätzen aufstellen – um künftigen Hitzewellen vorzubeugen und die Bürger zu schützen. Eine Nähe zu der Partei streitet Andreas Rösler ab: „Ich bin definitiv kein Grünen-Fan.” Den Vorschlag finde er aber vernünftig.

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Rösler kritisiert darüber hinaus den Stargarder Bürgermeister Tilo Lorenz (CDU). Der hatte bereits im Voraus gesagt, dass er keinen Bedarf an öffentlichen Brunnen in Burg Stargard sieht – was der AfD-Mann bestreitet. „Ich frage mich, warum man so einen Vorschlag einfach abschmettert. Das ist doch sinnvoll”, findet er.

Auch öffentliche Toiletten gefordert

Im Zusammenhang mit den Trinkwasserbrunnen, nennt er darüber hinaus ein anderes Problem. „Wenn die Bürger oder Touristen Wasser trinken, muss es ja auch wieder irgendwo hin”, sagt Rösler. Die Lösung wäre ihm zufolge eine öffentliche Toilette. „Auch dieses Problem müssen wir lösen”, sagt er. Der Antrag zur Errichtung der Brunnen wird in der nächsten Stadtvertretersitzung am 05. Oktober behandelt.

 

 

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