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Unbekannte lassen Puppenmann auf Dach fernsehen

Zum dritten Mal irritieren Unbekannte die Neubrandenburger: Diesmal lassen sie eine Puppe auf dem alten Lokschuppen fernsehen. Zum ersten Mal wurde damit gegen das Gesetz verstoßen.

Erneut sitzt eine Puppe in Neubrandenburg auf einem Dach. Dieses Mal auf einem der baufälligen Gebäude im alten Lokschuppen.
Oliver Wunder Erneut sitzt eine Puppe in Neubrandenburg auf einem Dach. Dieses Mal auf einem der baufälligen Gebäude im alten Lokschuppen.

Der oder die geheimnisvollen Aktionskünstler haben wieder „zugeschlagen“: Bekleidet mit einer Kapuzenjacke sitzt eine Riesenpuppe auf einem der baufälligen Gebäude im Areal des Lokschuppens – und guckt in die Ferne. Vor einem nachgebauten Flachbildschirm hat es sich der Mann mit Bierflasche in der Hand bequem gemacht – zum Gaudi aller vorbeigehenden Passanten, die vom Vogelviertel über die Fußgängerbrücke in Richtung Innenstadt oder umgekehrt spazieren. In den vergangenen Wochen waren erst eine lebensgroße Affenpuppe auf einer Laterne und ein ausgestopfter Mann mit Freizeitstuhl zwischen Bahnhof und Reitbahnsee aufgetaucht.

Und wieder, wie bei den vergangenen Aktionen, war die Vorbereitung dieser neuen „Vernissage“ mit einigem sportlichen Können verbunden. Nicht nur, dass es einen übermannsgroßer Drahtzaun zu überwinden galt, auch auf das Gebäude im ehemaligen Bahngelände mussten Puppe, Sessel und TV-Gerät gehievt werden.

Nicht nur eine schweißtreibende und körperlich fordernde Aktion – sondern auch nicht hundertprozentig legal. Denn immerhin, auf dem Gelände mit seinen einsturzgefährdeten alten Lokschuppen und zahlreichen Nebengebäuden, die seit mehr als 20 Jahren brach liegen, gilt strenges Zutrittsverbot.