Großer Stein

Altentreptow bald mit Zusatz „Findlingsstadt“?

Der Große Stein soll das Aushängeschild für Altentreptow werden. Was liegt da näher, als der Stadt einen passenden Namenszusatz zu geben?
Der Werbegrafiker Gilberto Pérez Villacampa hat in den vergangenen Jahren sichtbare Spuren in Neubrandenburg und in der
Der Werbegrafiker Gilberto Pérez Villacampa hat in den vergangenen Jahren sichtbare Spuren in Neubrandenburg und in der Region hinterlassen. Zahlreiche Logos tragen seine Handschrift – nun auch das vom Großen Stein. Simon Voigt
Wegweiser mit dem Logo könnten Besucher der Stadt bald zum Großen Stein führen. Bei der ersten Abstimmung fiel
Wegweiser mit dem Logo könnten Besucher der Stadt bald zum Großen Stein führen. Bei der ersten Abstimmung fiel die Wahl auf die mittlerweile Variante, bei der ein blauer Strich für die Tollense steht. Das Logo in Backsteinoptik ließe sich beispielsweise als Stempelmotiv oder mit der Stadtsilhouette im Hintergrund auch für die geplanten Autobahnschilder verwenden. Grafik: Steffen Media GmbH
Der Zusatzname „Findlingsstadt” gefiel nicht so sehr.
Der Zusatzname „Findlingsstadt” gefiel nicht so sehr. Kai Horstmann
Altentreptow

Viele Städte in der Region haben in der Vergangenheit einen Namenszusatz erhalten, der ihr Alleinstellungsmerkmal auf besondere Weise unterstreicht: So führt Stavenhagen bereits seit über 70 Jahren offiziell die Bezeichnung „Reuterstadt“, Neubrandenburg wurde 2019 der Zusatz „Vier-Tore Stadt“ genehmigt. Und auch Altentreptow könnte in Zukunft so einen Zusatz erhalten, wie es Detlef Klage schon vor einiger Zeit in einer Einwohnerfragestunde der Stadtvertretung angeregt hatte. „Diesen Gedanken haben wir aufgegriffen und wollen natürlich gerne, dass sich der Große Stein als Alleinstellungsmerkmal darin widerspiegelt. Da er eng mit der geschichtlichen Entwicklung Altentreptows verbunden ist, hätten wir auch keine Schwierigkeiten den Antrag beim Innenministerium entsprechend zu begründen“, erklärte die zweite Stadträtin Silvana Knebler beim Kulturausschuss.

Lieber plattdeutsche Variante als Zusatzname?

Findlingsstadt“, so ein erster Vorschlag aus der Verwaltung. Denn wer im Internet nach dem Wort „Findling“ googelt, stößt relativ schnell auf den Koloss am Klosterberg und somit auch auf Altentreptow. „So würde sich der Bogen dann wieder schließen und bereits bestehende Verknüpfungen könnten genutzt werden, um die Stadt und den Stein besser touristisch zu vermarkten“, machte Knebler deutlich. Doch die Ausschussmitglieder konnten nicht wirklich etwas mit dem Namen „Findlingsstadt“ anfangen. Christine Rienitz-Schuhmacher (CDU-Fraktion) würde nach eigenem Bekunden eine plattdeutsche Variante, die zur Region passt, viel besser finden. „Vielleicht wäre es auch sinnvoll, wenn die Altentreptower dazu aufgerufen werden, selbst einige Namensvorschläge einzureichen. Die besten fünf könnte man dann auf der Internetseite der Stadt zur Abstimmung stellen“, schilderte sie ihre Idee. „Das ist durchaus eine Überlegung wert“, meinte Claudia Ellgoth und schlug deshalb vor, den Punkt zur weiteren Beratung erst mal von der Tagesordnung zu nehmen, was der Ausschuss dann letztendlich auch tat.

Große Einigkeit beim neuen Logo

Beim neuen Logo vom Großen Stein, das sich demnächst auf Briefköpfen, Wegweisern, Flyern und vielem mehr wiederfinden soll, herrschte hingegen große Einigkeit. Die Verwaltung konnte mit Gilberto Pérez Villacampa einen erfahrenen Werbegrafiker von der „Steffen Media GmbH“ aus Friedland gewinnen, der schon in vielen Städten der Region sichtbare Spuren hinterlassen hat. „Über den Auftrag habe ich mich riesig gefreut, weil Altentreptow auf meinen Fahrradtouren ein beliebtes Ausflugsziel ist und ich mir den Großen Stein schon oft aus verschiedenen Blickwinkeln angeschaut habe. Sogar über Google Maps aus der Vogelperspektive“, erklärte der Wahl-Neubrandenburger.

Dabei fiel ihm auf, dass der Hammergranit genau in der Mitte von vier Sichtachsen liegt. Das machte er sich bei den Entwürfen für das Logo zunutze. Die Variante mit der angedeuteten blauen Tollensee im unteren Teil des Logos konnte den Ausschuss und die Verwaltung am meisten überzeugen. „Das passt super. Der Stein steht im Vordergrund, so wie es sein soll“, sagte Bürgermeister Volker Bartl. Bei der Stadtvertretersitzung im September soll dann die endgültige Entscheidung fallen.

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Kommentare (3)

Gibt es in den Beamtenstuben sonst nichts zu tun?

Man hat Städte auch schon nach Personen benannt.
"Findlingsstadt" finde ich da noch moderat.

Leute, Leute, Leute
Was sicher schön wäre, wäre eine Bilanzierung der Touristenzahl über die nächten 2 Jahre inkl. Besuche bei diesem Stück Stein....
Ist die Verzweiflung so groß.....
Fragt am Besten mal die Bürger zu diesem Unsinn....