Claudia Ellgoth
Claudia Ellgoth privat
Kurz nach 18 Uhr ging es an die Auszählung der Stimmen, hier in der Aula der roten Schule.
Kurz nach 18 Uhr ging es an die Auszählung der Stimmen, hier in der Aula der roten Schule. Martina Schwenk
Bürgermeisterwahl

Altentreptow hat eine neue Bürgermeisterin

Gleich im ersten Wahlgang ist die Entscheidung um die Nachfolge Volker Bartls gefallen. Die Treptower haben sich für Einzelbewerberin Claudia Ellgoth entschieden.
Altentreptow

Die Stimmen sind gezählt. Laut der vorläufigen Wahlergebnisse wird Einzelbewerberin Claudia Ellgoth Anfang September die Nachfolge von Bürgermeister Volker Bartl übernehmen. Die Zahlen sprachen dabei deutlich für die Kandidatin.

Nach den Auszählungen am Sonntag konnte Claudia Ellgoth 1220 Stimmen (53,02 Prozent) für sich gewinnen. Mirko Renger (Wählergemeinschaft) erhielt 724 Stimmen (31,46 Prozent), Thomas Kraft (CDU) 269 Stimmen (11,69 Prozent) und Heiko Werner (SPD) 88 Stimmen (3,82 Prozent).

Made with Flourish

Auf eine Stichwahl müssen sich die Altentreptower damit nicht einstellen. Am Dienstag um 18 Uhr wird der Wahlausschuss zusammen kommen, um das Wahlergebnis zu prüfen. Die Sitzung im Rathaussaal ist öffentlich.

Die vorläufigen Ergebnisse der Wahl stellte die Stadt am Sonntagabend direkt auf ihren Online-Kanälen zur Verfügung. Mit der Auszählung der Urnengänge lag Claudia Ellgoth in beiden Stimmbezirken mit je mehr als 50 Prozent vorne. Bei der Briefwahl setzte sie sich ebenfalls deutlich durch.

Konkurrent gratuliert Wahlsiegerin

Die neue Bürgermeisterin war überglücklich und spürbar berührt, als sie von dem überraschenden Ergebnis erfuhr. „Ich möchte mich bei allen Altentreptowern, die mir ihr Vertrauen geschenkt haben, ganz recht herzlich bedanken. Für die Zukunft hoffe ich auf eine gute Zusammenarbeit mit den anderen drei Kandidaten, die schon seit vielen Jahren in der Stadtvertretung aktiv sind”, sagte Claudia Ellgoth im Gespräch mit dem Nordkurier.

Herausforderer Mirko Renger gratulierte seiner Konkurrentin trotz deutlicher Niederlage zum Wahlsieg. „Wir haben in meinen Augen einen guten Wahlkampf gemacht, aber am Ende hat es dann eben nicht gereicht. Trotzdem ist die Wählergemeinschaft als größte Fraktion in der Stadtvertretung natürlich weiterhin politisch mit an Bord und wird sich dafür einsetzen, die Stadt in vielerlei Hinsicht voranzubringen”, erklärte Renger.

Von 4522 wahlberechtigten Treptowern nutzten 2369 ihr Stimmrecht, 2301 gültige Stimmen kamen zusammen. Das entspricht einer Wahlbeteiligung von 52,39 Prozent, bei der Wahl 2012 lag sie bei 58,49 Prozent. Zahlreiche Altentreptower haben ihren Stimmzettel bereits vor dem Wahlsonntag abgegeben, per Briefwahl.

Der Anteil hat in den Tagen vor der Wahl noch mal zugelegt. Waren es mit Stand Montag den 19. April rund 20 Prozent, die auf diesem Weg ihre Stimme abgaben, waren es zum Fristende der Briefwahl gut 25 Prozent, berichtete Wahlleiterin Heike Schulz.

Ab dem 1. September beginnt offiziell die Amtsperiode von Volker Bartls Nachfolger. Das neue Stadtoberhaupt wird zum ersten Mal für acht Jahre gewählt. Im vergangenen Jahr haben die Stadtvertreter entschieden, die Amtszeit des Stadtoberhauptes, die zuvor neun Jahre betrug, zu kürzen.

zur Homepage