Die ersten Schausteller haben ihre Buden und Fahrgeschäfte auf dem Klosterberggelände bereits aufgebaut. Am Freitag startet die große Festwoche zum Stadtjubiläum, auf die man in Altentreptow zwei Jahre warten musste.
Die ersten Schausteller haben ihre Buden und Fahrgeschäfte auf dem Klosterberggelände bereits aufgebaut. Am Freitag startet die große Festwoche zum Stadtjubiläum, auf die man in Altentreptow zwei Jahre warten musste. Tobias Holtz
Jubiläum

Altentreptow lässt es krachen – aber was wird das kosten?

Die große Festwoche in Altentreptow steht kurz vor dem Start. Danach könnte es ein böses Erwachen geben. Wie teuer wird das große Fest eigentlich für den Steuerzahler?
Altentreptow

Egal ob eine private Geburtstagsparty oder das große Stadtjubiläum: Feiern kostet Geld. Mit geschätzten 100 000 Euro, die für die 777-Jahrfeier in Altentreptow geplant sind, geht es um einen großen Betrag. Vor allem dann, wenn man bedenkt, dass es um die Finanzlage der Stadt durch ein millionenschweres Defizit nicht sonderlich gut bestellt ist.

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Preise haben sich teilweise verdoppelt

Allerdings scheint die Stadtverwaltung mit dieser Summe aktuell noch ganz gut auszukommen, wie sich aus dem Rathaus vernehmen lässt. Und das, obwohl es im direkten Vergleich zu den ursprünglichen Planungen des Festes vor zwei Jahren zum Teil heftige Preissteigerungen gegeben hat. Die Rede ist von bis zu 200 Prozent, wie die Bürgermeisterin bestätigt. „Wir haben die Kosten regelmäßig im Blick und liegen im gesetzten Rahmen“, sagte Claudia Ellgoth auf Nordkurier-Nachfrage.

Aktion zum großen Fest: Startnummer 777 soll versteigert werden

Das ursprünglich im Haushaltsplan eingestellte Geld sei auch nicht nur für das erste Jubiläumswochenende gedacht, das am Freitag starten soll. Einige Programmpunkte der sich anschließenden Festwoche und des Kotelmannfestes am 3. Juli würde die Stadt ebenfalls mitfinanzieren. Für die erste Stadtvertretersitzung nach der Sommerpause soll zudem eine Übersicht erstellt werden, aus der eindeutig hervorgeht, wie sich die Ausgaben dann zusammensetzen.

Bislang kein Geld aus dem Vorpommern-Fonds

Um möglichst wenig Geld aus der eigenen Haushaltskasse beisteuern zu müssen, hatte sich die Stadt im Vorfeld darum bemüht, an Fördermittel und weitere Zuschüsse zu kommen. Während die zugesicherten 10 000 Euro aus dem Vorpommern-Fonds noch nicht geflossen sind, ist jetzt im Rathaus endlich der seit Monaten ersehnte Förderbescheid für den City-Manager eingetroffen. Damit verbunden ist ein zusätzliches 50 000 Euro umfassendes „Aktivitätsbudget“, von dem anteilig 20 Prozent in die Feierlichkeiten investiert werden sollen. Eine beantragte Zuwendung über 5000 Euro wurde bereits im Frühjahr vom Amtsausschuss bewilligt.

Geld für City-Manager verplant – doch die Stelle ist weiter unbesetzt

Apropos City-Manager – war die Ausschreibung eigentlich erfolgreich? „Wir hatten einen Bewerber ausgewählt, allerdings ist der in der Zwischenzeit wieder abgesprungen, sodass die Stelle in Kürze erneut ausgeschrieben werden muss“, erklärte die erste Stadträtin Silvana Knebler auf Anfrage. Ob der Posten damit zum 1. August – wie zuletzt geplant – besetzt werden kann, ist somit wieder völlig offen.

Top-Sponsor der 777-Jahrfeier bleibt übrigens die „Unigea Solar Project GmbH“, die auch auf den kursierenden Werbeflyern genannt wird. Als Gegenleistung für den Bau des geplanten Solarparks bei Klatzow hat sich das Berliner Unternehmen vertraglich dazu verpflichtet, eine Summe von 50 000 Euro für die Feierlichkeiten bereitzustellen, sobald die Photovoltaik-Anlagen ans Netz gehen. Soweit sei es momentan noch nicht, aber die Stadt wolle erst mal in Vorleistung gehen und die Finanzspritze zu einem späteren Zeitpunkt im Haushaltskonto verrechnen, so Stadträtin Knebler.

Wenn man die bislang eingegangen Spenden mit einrechnet, dann bliebe für die Stadt ein Eigenanteil übrig, der sich grob überschlagen zwischen 10 000 und 15 000 Euro bewege, heißt es aus dem Rathaus.

Das Festwochenende im Überblick

Freitag, 24. Juni, Klosterberg

17.30 Uhr: Feierliche Eröffnung in der Mehrzweckhalle (MZE) für geladene Gäste 
20 Uhr: Band „Atoll“ auf der Bühne vor der MZE

Samstag, 25. Juni, Klosterberg

ganztägig: Rummel mit Fahrgeschäften und Schaustellerbuden 
9 Uhr: „777“ Stadtlauf
ab 10 Uhr: Vereine in Aktion – Sport & Spiel, Bücherflohmarkt, Oldtimerschau, Bastelstraße, Kinderschminken uvm. 
11 Uhr: „Teendreams“– Tanzverein Siedenbollentin
14 Uhr: TV-Aufzeichnung des „Musikantenkrugs“ mit Jo & Josephine und vielen in- und ausländischen Gästen
17.30 Uhr: 777 Luftballons sollen gleichzeitig in den Himmel steigen 
18 Uhr: Puppenspiel - „Leo, wer rettet die Welt?“
ab 20 Uhr: Live-Musik mit dem „Rebel Tell“ und „Ragadingdong“
22.30 Uhr: Feuerwerk

Sonntag, 26. Juni, St. Petri-Kirche

10.15 Uhr: Festgottesdienst
11.15 Uhr bis  17 Uhr: „Markt der Möglichkeiten“ rund um die Kirche St. Petri
12 Uhr: Der Burgverein aus Burg Stargard zeigt mittelalterliche Tänze
ab 12.15 Uhr: Turmführung
13 Uhr: Live-Musik – Lieder zur Gitarre auf hoch und platt
14 Uhr: Puppenspieltheater „Maskotte“
15 Uhr: Der Burgverein aus Burg Stargard zeigt mittelalterliche Tänze
15.30 Uhr: Modenschau – Designerin Ulrike Storch präsentiert „clothes for girls and woman“
17 Uhr: Abschlusskonzert 

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