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Zum Kindertag gab es in diesem Jahr bei der Altentreptower Gemeinschaftsunterkunft ein kleines Fest für die Kinder aus verschiedenen Nationen, nun sollen auch erwachsene Geflüchtete und Einheimische zusammenkommen. (Archivbild) Kai Horstmann
Zusammen leben

Altentreptow plant erstes Integrationsfest

Um das gegenseitige Kennenlernen von Altentreptowern und Geflüchteten zu fördern, ist auf dem Klosterberg ein neues Veranstaltungsformat geplant.
Altentreptow

Wenn es darum geht, Menschen, die unverschuldet in Not geraten sind, zu unterstützen, halten die Altentreptower seit jeher zusammen. Der furchtbare Angriffskrieg gegen die Ukraine hat einmal mehr gezeigt, mit welch beispielloser Herzlichkeit und Solidarität alle Hebel in Bewegung gesetzt werden, um für diejenigen da zu sein, die von einer Sekunde auf die andere alles verloren haben – auch wenn die ehrenamtlichen Helfer dabei oft an ihre Belastungsgrenze gestoßen sind. Ohne ihren täglichen Einsatz und die große Spendenbereitschaft hätte es mit der Unterbringung und Versorgung der geflüchteten Familien garantiert nicht so gut geklappt.

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Altentreptow präsentiert sich als weltoffene Stadt, in der es keine Rolle spielt, wo die Menschen ursprünglich herkommen. Allein in der Gemeinschaftsunterkunft der Malteser Werke fanden in den vergangenen Jahren Schutzsuchende aus mehr als 15 Staaten eine sichere Zuflucht. Um das Miteinander zwischen den verschiedenen Nationen zu festigen und weiter auszubauen, hat sich die Stadt jetzt etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Mit Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr, des Frauenbunds und der Eventagentur Zwergenfeier wird am Sonntag, den 18.  September auf dem Klosterberg das erste Integrationsfest gefeiert, wie die Sachbearbeiterin für Kultur und Medien, Ricarda Heibel ankündigt. Unter dem Motto „Zusammen leben in Altentreptow“, ist von 13 bis 17  Uhr ein umfangreiches Mitmach-Programm mit Spiel und Spaß geplant, bei dem die Besucher die Möglichkeit bekommen sollen, sich gegenseitig besser kennenzulernen.

Spielt das Wetter nicht mit, steht ein Zelt bereit

„Wir hoffen, dass auf diese Weise einige neue Kontakte geknüpft werden, aus denen später vielleicht sogar richtige Freundschaften entstehen. Das wäre für die Erwachsenen und Kinder eine tolle Sache. Denn gerade wenn es um die kleinen Probleme des Alltags geht, wird oft noch Unterstützung benötigt“, verdeutlicht Heibel die Intention der Stadt. Das Fest werde zum Teil über das von der Verwaltung eingerichtete Spendenkonto „Friedenstaube“ finanziert.

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Welche Aktionen an dem Nachmittag konkret geplant sind, wollte im Rathaus allerdings noch niemand verraten, um den Überraschungscharakter nicht zu schmälern. Für das leibliche Wohl sei aber auf jeden Fall gesorgt. Sogar an eine Schlechtwetter-Variante wurde gedacht. „Falls es an diesem Tag regnen sollte, steht ein Zelt auf der Festwiese bereit. Die Veranstaltung findet also auf jeden Fall statt“, betont Heibel und hofft, dass möglichst viele Menschen aus der Stadt und dem Amtsbereich der Einladung folgen.

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