Leerstand den Kampf angesagt

Altentreptower Kleingartenkonzept ist beschlossene Sache

Das ausgesprochene Ziel sind weniger Gärten in Altentreptow, um den gravierenden Leerstand in der Stadt zu reduzieren und um neues Bauland zu schaffen. Dafür haben die Stadtvertreter nun grünes Licht gegeben. Und das Rathaus lässt bereits Taten sprechen.
Mit Blick in die Zukunft setzt Altentreptow auf weniger Schrebergärten und damit weniger Leerstand in den Sparten. Das je
Mit Blick in die Zukunft setzt Altentreptow auf weniger Schrebergärten und damit weniger Leerstand in den Sparten. Das jetzt in der Stadtvertretersitzung abgesegnete Kleingartenkonzept soll dafür die verbindliche Handlungsgrundlage für die Entwicklung im kommenden Jahrzehnt sein. Danilo Vitense
Altentreptow

Rund 750 Gärten gibt es auf städtischem Grund und Boden insgesamt. Etwa 28 Prozent liegen zurzeit im Schnitt brach. Es ist damit der höchste Leerstand im gesamten Regionalverband der Kleingärtner. Doch damit soll laut Kleingartenkonzept der Stadt Altentreptow, das von der Verwaltung im Zusammenspiel mit dem Kleingartenbeirat erarbeitet wurde, nun Schluss sein.

Mit Blick in die Zukunft setzt Treptow auf weniger Schrebergärten. Und dafür gab es in dieser Woche eine satte Mehrheit in der Stadtvertretersitzung. Ohne eine Gegenstimme wurde die Beschlussvorlage angenommen und kann demnach jetzt vom Rathaus umgesetzt werden. Was es mittlerweile auch schon tut, wie Bürgermeister Volker Bartl berichtet. So sei der Abriss der Kleingartensparte „Fritz Reuter“ am Klosterberg im November abgeschlossen worden. An der Stelle, wo zuletzt noch sechs bis sieben Parzellen standen, ist bereits Gras eingesät, so das Stadtoberhaupt. Nicht anders wird es bald im Holländer Gang aussehen. Im dort angesiedelten Bereich „Morgenrot“, der zur Sparte „Süd“ gehört, wandelt der Bauhof die einstigen Gärten gerade in Bauland um. Bartl geht davon aus, dass die Fläche am Ende der Woche komplett beräumt ist. Ausgewiesen ist die Fläche dann für zwei bis drei Eigenheime, heißt es.

Potenzielles Bauland kann gewonnen werden

Aus Sicht von Stadtvertreter Heiko Werner (SPD), der zugleich Vorsitzender der Sparte „Am Torneybach“ und Chef des Regionalverbandes der Kleingärtner ist, ein Schritt in die richtige Richtung. Wie er im Stadtparlament am Dienstag sagte. Aufgrund des gravierenden Leerstands in vielen Sparten sei eigentlich schon seit einigen Jahren ein Kleingartenkonzept für Altentreptow nötig. Nicht zuletzt auch, um neue Bauflächen zu stellen. „Das ist uns jetzt gelungen und nun so geregelt, dass der Leerstand zurückgeht“, äußerte Werner. Er hoffe, dass es so kommt, wie es ausgearbeitet wurde. Heißt, es wird über kurz oder lang auch an der Anlage Süd etwas passieren. Denn sie kämpft ebenfalls mit hohem Leerstand, sind von den rund 150 Gärten 50 verlassen. Werner sprach von einer Reduzierung um die Hälfte. Nach Auffassung des Bürgermeisters könnte bei einer Verdichtung potenzielles Bauland gewonnen werden, das dringend benötigt wird.

Grundsätzlich gilt, so steht es im Kleingartenkonzept, dass kein Kleingärtner gegen seinen Willen den Garten aufgeben muss. Einvernehmliche Lösungen sollen angestrebt werden. Deshalb betonte Werner auf der Stadtvertretersitzung noch einmal die Bedeutung eines Kleingartenfonds, den er bereits im Finanz- und Hauptausschuss angesprochen hatte. „Dieser sollte langfristig geplant sein.“ Der Idee nach würde das Rathaus den Vereinen Geld zur Verfügung stellen, etwa für Entschädigungen oder Baumaßnahmen.

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