Altentreptows Altbürgermeister Volker Bartl hatte die Idee zum Anheben des „Großen Steins”. Nun ist er
Altentreptows Altbürgermeister Volker Bartl hatte die Idee zum Anheben des „Großen Steins”. Nun ist er ganz sichtbar und soll ein Ausflugslokal als Nachbarn bekommen. Bernd Wüstneck
Neben der Mehrzweckhalle soll Altentreptows neue Ausflugsgaststätte entstehen.
Neben der Mehrzweckhalle soll Altentreptows neue Ausflugsgaststätte entstehen. Tobias Holtz
Klosterberg

Altentreptows Gastro-Projekt droht ins Leere zu laufen

Für das angedachte Ausflugslokal am Riesen-Findling in Altentreptow hat noch kein Investor Interesse bekundet. Die Verwaltung erwägt bereits eine Alternative.
Altentreptow

Eins ist sicher: Mit einem gastronomischen Betrieb würde die Stadt bei der angestrebten touristischen Vermarktung des Klosterbergareals ein großes Stück vorankommen. Viele Besucher, die sich in den vergangenen Monaten selbst einen Eindruck von den gewaltigen Ausmaßen des inoffiziellen Wahrzeichens von Altentreptow machen wollten, haben regelmäßig nach einer Möglichkeit zur Einkehr auf dem Gelände Ausschau gehalten.

Ausschreibung mit zu eng gefassten Vorgaben?

Doch im Moment sieht es eher danach aus, als würde das Vorhaben, dort dauerhaft ein Restaurant anzusiedeln, ins Leere laufen. Denn das bereits Mitte September gestartete Interessenbekundungsverfahren hat bislang entgegen anderslautender Gerüchte keine Rückmeldung nach sich gezogen, wie aus dem Rathaus zu erfahren war. Über die Gründe kann nur spekuliert werden. Liegt die offensichtliche Zurückhaltung potenzieller Investoren an den vorgeschriebenen Auswahlkriterien und Anforderungen oder erscheint es für so manchen einfach nicht lukrativ, sich in einer auf den ersten Blick eher unscheinbaren Kleinstadt niederzulassen?

Lesen Sie auch: Verwirrung um geplanten Sportpark mit Geräten

In der Tat ist die Wunschliste der Stadt für ein Ausflugslokal, das direkt neben der Mehrzweckhalle Platz finden soll, lang. Angefangen mit der Grundlage für die Vergabe im Rahmen des Erbbaurechts über eine Laufzeit von 40 Jahren. Zudem sind die Vorstellungen, wie der Gastronomiebetrieb aussehen soll, bereits ausgereift. Familienfreundlichkeit muss angestrebt werden, ebenso wie eine Außenbewirtung mit Terrasse und Blick auf den Großen Stein.

Notfalls erst mal ein saisonaler mobiler Imbiss

Darüber hinaus gibt es Anmerkungen zu den grundlegenden Öffnungszeiten. „Die Nutzung soll das gesamte Jahr über, auch an Sonn- und Feiertagen gegeben sein“, heißt es in der Verfahrensausschreibung. Bei der kulinarischen Ausrichtung wäre auch eine internationale Küche möglich. Von dem ursprünglich gesetzten Schwerpunkt auf regionale Gerichte war die Verwaltung auf Wunsch der Stadtvertretung noch kurzfristig abgerückt.

Lesen Sie auch: Treptower verabschieden sich von Gaststätte „Zur Eiche”

Die Hoffnung bei der Verwaltung ist jedenfalls groß, dass bis zum Ablauf der Frist am 31.  März noch einige Angebote eingehen. „Ansonsten müssen wir unser Vorhaben breiter streuen, möglicherweise auch mit Unterstützung eines Maklers. Alternativ könnte man auch vorerst über ein saisonales gastronomisches Angebot in den Sommermonaten nachdenken. Eventuell lassen sich für so einen mobilen Imbiss sogar ortsansässige Gastronomen ins Boot holen. Aber wir warten erst mal ab, wie das Interessenbekundungsverfahren ausgeht“, betonte die erste Stadträtin Silvana Knebler.

zur Homepage