ONLINE-HANDEL

Amazon eröffnet Verteilzentrum zum Weihnachtsgeschäft

Schöne Bescherung zum Weihnachtsfest für Neubrandenburg. Das Amazon-Verteilzentrum auf dem Datzeberg wird wahrscheinlich im kommenden Monat in Betrieb gehen.
Die Arbeiten am neuen Verteilzentrum auf dem Datzeberg sind inzwischen weit vorangeschritten. Auf knapp 10 000 Quadratmetern F
Die Arbeiten am neuen Verteilzentrum auf dem Datzeberg sind inzwischen weit vorangeschritten. Auf knapp 10 000 Quadratmetern Fläche sollen 180 feste Arbeitsplätze entstehen. 450 Fahrer bei externen Partnern übernehmen die Auslieferung. Foto: Lisa Gutzat Liza Gutzat
Neubrandenburg ·

In der Weihnachtszeit wird beim Online-Riesen Amazon das Hauptgeschäft gemacht. Dieses will der Konzern von Unternehmensgründer und Multimilliardär Jeff Bezos auch in Neubrandenburg mitnehmen. Wie aus der Konzernzentrale in München und dem Neubrandenburger Rathaus zu hören war, stehen Fertigstellung und Eröffnung des neuen Verteilzentrums auf dem Datzeberg kurz bevor. Neubrandenburgs Oberbürgermeister Silvio Witt (parteilos) hat nach eignen Worten schon Termine im Oktober dafür in seinem Kalender markiert. Welcher es genau im kommenden Monat wird, steht aber noch nicht abschließend fest, hieß es ebenfalls von einem Konzernsprecher. Neubrandenburg.

Auslieferung durch 450 Fahrer von Lieferdiensten

Die Arbeiten an dem neuen Verteilzentrum im Industriegebiet am Trockenen Weg/Am Kamp sind inzwischen weiter vorangeschritten. Im Februar hatte der Konzern verkündet, in Neubrandenburg ein neues Gebäude mit knapp 10 000 Quadratmetern Fläche sowie 180 feste Arbeitsplätze zu schaffen. Das von der Stadt veräußerte Areal befindet sich in guter Anbindung zu den Bundesstraßen sowie zur L 35 Richtung Altentreptow. Für die Auslieferung der Pakete an die Kunden werden laut Amazon keine festen Mitarbeiter, sondern bei Lieferpartnern etwa 450 Fahrer zuständig sein.

Noch mehr Jobs als in Neubrandenburg will der weltgrößte Onlinehändler mit rund 1000 Arbeitsplätzen in der Nähe von Rostock schaffen. In der knapp 7500 Einwohner zählenden Gemeinde Dummerstorf am Autobahnkreuz Rostock (A19/A20) soll bis Sommer nächsten Jahres ein großes Logistikzentrum entstehen. Neben Neubrandenburg und Dummerstorf will der Konzern 2022 auch in der Landeshauptstadt Schwerin bauen, wo wie in der Vier-Tore-Stadt ein Verteilzentrum geplant ist mit 130 bis 190 Arbeitsplätzen. In den Verteilzentren bereiten laut Unternehmen die Amazon-Mitarbeiter Kundenbestellungen für die „letzte Meile“ der Zustellung vor und sollen so einen schnellen täglichen Versand ermöglichen.

Kostenlose Busverbindung für Mitarbeiter im Gespräch

Damit die Pakete aber zügig bearbeitet und verschickt werden können, müssen die Angestellten zu früher oder später Stunde mit öffentlichen Verkehrsmitteln ihren Arbeitsplatz auf den Datzeberg im Norden der Stadt erreichen. Die Neubrandenburger Verkehrsbetriebe teilten dem Nordkurier auf eine entsprechende Anfrage zu einer möglichen Nachtlinie mit, dass sie dazu im Gespräch mit Amazon seien. Das Unternehmen teilte unserer Zeitung mit Blick auf die noch laufenden Gespräche lediglich mit, es werde aller Voraussicht nach eine „kostenlose Möglichkeit“ für Amazon-Mitarbeiter geben, das Verteilzentrum zu erreichen.

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Kommentare (9)

Was 450 externe Fahrer bedeuten, liegt wohl auf der Hand, Subunterunternehmer die ihre Fahrer mit schlechter Bezahlung für Amazon liefern lassen. Ich würde mich nicht wundern, wenn viele Fahrer aus Osteuropa kommen.

Teenie-Stimmung kommt auf, wenn der Jeff mit Leiharbeit lockt. Endlich richtiges Investment in D, und nicht nur Ausbeutung.

Dann werden sie doch Fahrer bei Amazon mit einem Stundenlohn von nicht mal 8€.

Für die Kasse der Stadt bringt Amazon gar nichts, sie zahlen keine Steuern in NB. Zumal es im krassen Widerspruch der Stadtvertretung steht, erst den stationären Handel zu fördern und hintenrum die gräßte Gefahr zu zulassen. Profitieren wird nur Amazon weil die Leute, egal wie miess der Konzern seine Mitarbeiter behandelt, dort kaufen werden. Ohne das Weihnachtsgeschäft werden bald nochmehr Läden in der Stadt frei werden. Es fehlt NB an einem Konzept für die Innenstadt weg vom Handel hin zur Gastronomie und Wohnen.

Verteilzentrum heisst Verteilzentrum. Weil ein Lager in NB entsteht, kaufen nicht mehr NBler bei amazon online ein. Oranienburg hat ein Riesen-Verteilzentrum des REWE. Die Oranienburger kaufen deshalb nicht verstärkt online bei REWE. Natürlich zahlt amazon Gewerbesteuer an die deutschen Kommunen, an denen ihre Standorte sind. Ob dies zu wenig sei, wie z.B. der Bürgermeister von Bad Oldesloe beklagt, wird sich zeigen. In Bad Oldesloe muss die Kommune Zuschuss an Grundsicherung für amazon-Beschäftigte leisten, also ein Minusgeschäft. Die meisten amazon-Versanddienstleister sind Franchise-Unternehmer. Wo und ob die amazon-Pakete beim Kunden landen, ist Angelegenheit der amazon-Kunden. Ich z.B. kaufe kein zweites Mal bei einem Unternehmen, wenn ich die Sendung nicht erhalte und allerlei Firlefanz tun soll, um mein Paket zu erhalten. Positiv ist solch Großkunde dahingehend, dass NB attraktiver für die Wirtschaft erscheint.

Widereinla zeigt es sich das deine Behauptungen allesamt falsch oder nicht komplett der Wahrheit entsprechen. Amazon zahlt kaum Steuer (https://t3n.de/news/viel-steuern-bezahlt-amazon-1296125/) und auch sind seine Versanddienstleister (https://www.amazon.de/gp/help/customer/display.html?nodeId=GBPEXEXYULHB5WCH) keine Franchise Unternehmen. Und das dieser Konzern seine Mitarbeiter ausbeutet kann man ja nun in fast jedem TV Sender heute nachverfolgen. Und natürlich hat ein Lager im Ort einen Vorteil. Wie eine Lieferung am selben Tag wie in Berlin möglich. Welche Wirstchaft braucht denn die Stadt, jene die nur auf Fördergelder spekulieren und keine Steuern zahlen. Oder solide Handwerker und Betriebe die auch in der Region verankert sind.

Gartensaison zu Ende? Man merkt es. Du ehrenamtlicher Vorstandsvorsitzender. Gescheiterte Existenz.

Wir kaufen viel bei Amazon, die stellen mir das auf den Küchentisch undzwar Ruckzuck, alles andere drum herum ist mir Sch… egal . Auf jedenfall entstehen Arbeitsplätze. Und besser für Mindestlohn arbeiten ( das ist doch Gesetz, oder irre ich mich) als mit Harz 4 auf der Couch liegen!!!!

Der Ehrenamtliche Amazonfahrer weiß Bescheid.