Die neue City-Managerin Kirsten Danert war am vergangenen Donnerstag auch auf dem lokalen Wochenmarkt unterwegs, um mit den re
Die neue City-Managerin Kirsten Danert war am vergangenen Donnerstag auch auf dem lokalen Wochenmarkt unterwegs, um mit den regionalen Händlern ins Gespräch zu kommen. Tobias Holtz
Netzwerk- und Projektarbeit

Amt Tollensewinkel soll einen weiteren Manager bekommen

Am 1. September hat die neue City-Managerin ihren Dienst im Altentreptower Rathaus angetreten. Trotzdem hat die Verwaltung jetzt noch einen Manager-Posten ausgeschrieben. Warum?
Altentreptow

Nach Stavenhagen hat jetzt auch Altentreptow endlich einen City-Manager gefunden – oder besser eine Managerin: Gleich an ihrem ersten Arbeitstag war Kirsten Danert in der Innenstadt unterwegs, um sich einen ersten Eindruck zu verschaffen und mit den lokalen Händlern und Gastronomen ins Gespräch zu kommen. „Ich freue mich sehr auf diese neue Herausforderung, in Altentreptow steckt viel Potenzial“, meint Danert, die langjährige Erfahrungen im Marketingbereich mitbringt. Wie sie als neue City-Managerin das Leben und Verweilen in der Tollensestadt attraktiver machen möchte und welche Aufgaben sie sich zuerst vorgenommen hat, wird die Diplom-Betriebswirtin noch in dieser Woche im Interview mit dem Nordkurier verraten.

City-Managerin soll für ganzen Amtsbereich tätig sein

Genug zu tun gibt es für sie aber auf jeden Fall. Denn Verwaltung und Politik hatten sich darauf verständigt, dass ihr Tätigkeitsbereich nicht an der Stadtgrenze endet, sondern den ganzen Treptower Tollensewinkel in den Fokus nehmen soll. Zwar ist es dem Amt bislang nicht gelungen, als eigenständiger Partner im Bundesprogramm „Demokratie Leben!“ durchzustarten, trotzdem stehen die Chancen gut, künftig „Schwerpunktregion“ innerhalb der Seenplatte zu werden, was wiederum Fördermittel in die ohnehin klammen Haushaltskassen der Gemeinden spülen könnte. Dieses Projekt soll von der City-Managerin öffentlichkeitswirksam vermarktet und unterstützt werden, wie Bürgermeisterin Claudia Ellgoth unlängst betonte.

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Nun hat die Stadt auf ihrer Internetseite eine neue Stellenausschreibung veröffentlicht, in der zum 1.  November 2022 explizit nach einem Projektmanager gesucht wird. Bekommt Altentreptow jetzt also zwei Manager, die für unterschiedliche Bereiche zuständig sind oder wie ist das zu verstehen? Eine Frage, die sich nicht wenige Altentreptower derzeit stellen. So mancher von ihnen hatte hinter vorgehaltener Hand schon gemunkelt, dass dieser Posten zusätzlich geschaffen werden soll, um Kirsten Danert bei der Bewältigung ihrer Aufgaben unter die Arme zu greifen. Doch das entspricht nicht den Tatsachen, wie die Rathauschefin auf Anfrage klarstellte. Es handelt sich um eine zeitlich befristete Vollzeitstelle, die im Zusammenhang mit dem Bundesprogramm „Zukunft Region“ geschaffen wird, für das sich das Amt im Frühjahr beworben hatte. „Nur zehn Antragsteller wurden deutschlandweit in das Programm aufgenommen, wir gehören ab sofort auch dazu“, erklärte Ellgoth.

Stelle wird zu 90 Prozent gefördert

Damit erhält das Amt nicht nur professionelle Unterstützung bei dem angestrebten Modellvorhaben, sondern gleichzeitig auch Zugriff auf prall gefüllte Fördertöpfe. So wird das auf zwei Jahre angelegte Projekt zu 90 Prozent vom Bund finanziert. Heißt im Klartext: Für den Amtsbereich gibt es einen Zuschuss von maximal 240.000 Euro, wovon 80.000 Euro pro Jahr als Personalausgaben veranschlagt sind – brutto, versteht sich. Für das Amt bleibt somit ein Eigenanteil von 24.000 Euro übrig, der bei den Haushaltsplanungen für 2023 und 2024 berücksichtigt werden muss.

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Da der Projektmanager seine Tätigkeit aber voraussichtlich noch in diesem Jahr aufnehmen soll, hatte der Amtsausschuss bereits vor der Sommerpause weitere 3000 Euro lockergemacht und der damit verbundenen Nachtragshaushaltssatzung zugestimmt. „Diese Mehrausgaben lassen sich aber durch eine Umschichtung der Gelder im Amtshaushalt decken, er wird also nicht zusätzlich belastet“, versicherte die Bürgermeisterin.

Bewerbung noch bis Ende September möglich

Ziel des Projektes ist es, regionale Akteure verstärkt miteinander zu vernetzen und eigene Strategien zu entwickeln, um die Lebensqualität, Nachhaltigkeit und Wirtschaft zu stärken. Bis Ende 2024 soll ein „tragfähiger Fahrplan“ für die Weitergestaltung des Amtsbereichs vorliegen, heißt es in der Ausschreibung, die sogar schon erste Bewerbungen nach sich gezogen hat. „Die Frist läuft aber noch bis zum 30.  September, erst danach werden die Bewerber von uns eingeladen“, so Ellgoth.

Vorausgesetzt wird ein abgeschlossenes Studium in Bereichen, die sich schwerpunktmäßig mit Stadtentwicklung, Umwelt- und Kommunikationswissenschaften, Energieeffizienz und Klimaschutz beschäftigen. Ideal wäre es zudem, wenn die Bewerber Kenntnisse in der Öffentlichkeits- und Kampagnenarbeit besitzen und sich schon ein wenig im Amtsbereich auskennen. Die aussagekräftigen Unterlagen könnten entweder digital im PDF-Format an [email protected] mit dem Betreff „Stellenausschreibung Regionale Entwicklung“ oder in Papierform an Stadt Altentreptow, Fachgebiet Zentrale Verwaltung, Frau Schulz, Rathausstraße 1, 17087 Altentreptow geschickt werden.

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