POLIZEIREVIER BELAGERT

Angehörige fordern Freilassung von Einbrecher

Nach dem tödlichen Polizeieinsatz in Neubrandenburg sitzen zwei Einbrecher in Gewahrsam. Angehörige protestierten in der Nacht für ihre Freilassung.
Das Hauptrevier der Polizei in Neubrandenburg.
Das Hauptrevier der Polizei in Neubrandenburg. Thomas Beigang
Neubrandenburg.

In der Nacht zum Freitag haben in Neubrandenburg fünf Bekannte und Angehörige die Freilassung eines in Polizeigewahrsam sitzenden verdächtigen Einbrechers gefordert. Wie der Nordkurier erfuhr, sollen sich die aus Berlin stammenden Männer mit ausländischen Wurzeln kurz nach Mitternacht heftige Diskussionen mit den diensthabenden Polizisten geliefert haben.

Augenzeugen sprechen von „Beleidigungen und verbalen Drohungen”. Erst nachdem die Ordnungshüter einen Platzverweis ausgesprochen hatten, verschwanden die ungebetenen Gäste wieder. Eine Polizeisprecherin bestätigt auf Nachfrage den Vorfall.

Der begehrte Verdächtige sitzt noch zusammen mit einem Komplizen ein. Beide waren an dem Einbruch in einen Imbiss in der Neubrandenburger Oststadt der Nacht zum Donnerstag beteiligt, bei dem ein dritter mutmaßlicher Einbrecher an den Folgen eines Schusses aus der Waffe eines Polizisten starb.

Männer hatten 30.000 Euro bei sich

Wie der Nordkurier weiter erfuhr, sollen die Männer bei ihrer Festnahme eine große Menge Bargeld bei sich getragen haben. Der Nordkurier-Informant sprach von mehr als 30 000 Euro. Auf Nachfrage bei der Neubrandenburger Staatsanwaltschaft hieß es am Freitag Vormittag, die Anklagebehörde prüfe gerade den Antrag auf Untersuchungshaft für die beiden Männer.

Die Ermittlungen wegen des Einsatzes des Dienstwaffe dauern noch an, hieß es weiter.

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Kommentare (9)

Mich wundert das nicht, irgendwann lassen sich die Menschen die permanente Rechtfertigung und Negierung (Verhöhnung von Opfern) von Polizeigewalt es nicht mehr bieten. Nachdem die GdP gestern wieder einmal vollmundig ihre Äußerungen zur angeblichen Rechtfertigung vom Stapel liess, braucht man sich nicht zu wundern, wenn solche "Belagerungen" geschehen. Nachdem ja "ermittelt" wird wegen dem Polizeieinsatz dürfte der Oberstaatsanwalt Zeisler nun wieder einen Anlass haben die "schrecklichen Widerständler und Bedroher" vom Polizeirevier mit haarsträubenden Ermittlungen zu überziehen, dadurch das Oberstaatsanwalt Zeisler ja lieber getätigte Meinungen verfolgt anstatt schlimme Verbrechen mit der gebotenen Nachhaltigkeit zu verfolgen (Stichwort Raubaukenjäger) dürfte sich die Staatsanwaltschaft auch mit der "Belagerung" ala Ritterzeit der Festungsbastion Polizeirevier Neubrandenburg befassen, denn es gibt ja nichts schlimmeres für Oberstaatsanwalt Zeisler als das jemand die Justiz und die Polizei kritisiert. Da muß ja neuerdings der Staat mit Kanonen auf Spatzen schiessen, während man in Schwerin nicht in der Lage ist binnen 6 Monaten eine Anklageschrift vorzulegen und sogar einen Tatverdächtigen laufen lassen muß, engagieren sich Staatsanwälte und Polizei ja lieber auf die Verfolgung von Kritik und Meinungen......

Haarsträubend sind die Argumente der hier oft kommentierenden Menschen, denen man gerne mal einen Besuch beim Neurologen empfehlen möchte. Offenbar sind es Menschen wie Sie die generell ein Problem mit staatlicher Autorität haben und hinter allem was der Staat tut die große Verschwörung wittern. Ich denke der Kioskbesitzer wird die Sache ganz anders sehen. Dem ist nämlich ein Schaden entstanden. Und warum wie bei einem anderen Kommentar eines Artikel die vermeintlich bedürftigen Armen denen nichts anderes bleibt als mit 30000 Euro von Berlin in die Provinz zu kommen, diese nicht festgenommen werden sollten um zu ermitteln was hier nicht stimmt, erschließt sich dem rechtsstaatlich denkenden nicht wirklich. Ihrer Argumentation folgend hätten in unserem Land nur die Chaoten das Hausrecht. Und es ist gut so, dass genau diese Einstellung nicht salonfähig ist. Hier haben die Protestierenden doch genau gezeigt welche "sachlichen" Argumente sie vorzubringen haben. Pöbeln und Beleidigen, genau dies hat zur einzig richtigen Entscheidung in dem Fall geführt. Platzverweis und Strafanzeige.

Das erinnert an die Familie Cartwright von der Ponderosa, die immer ausgeritten sind wenn einer der Brüder im Knast saß! Wozu freilassen? Woher haben die soviel Geld? Also sehr merkwürdig diese Maffia.

So wie BUEHFT kläfft nur einer, der selbst ständig mit Recht und Gesetz in Konflikt kommt und so dauernd Kontakt mit der Polizei hat.
Man wünschte, die Polizei hätte weniger rechtliche Hürden bei der Anwendung polizeilicher Einsatzmittel zu beachten, zu überwinden, ähnlich wie in den USA. Dann würden sich die Straftäter schon überlegen, ob sie sich an fremden Eigentum vergreifen. Kein Mitleid mit den Straftätern!!!

30000 € bei sich hat, sind vom letzten Raubzug, und kein erspartes. Solche Bande muß man dingfest machen, er sie unterstützt, und Recht gibt auch kriminelle Gesellen.

welcher Nationalität sind die ,,mutmaßlichen Einbrecher,, Russenmafia?, ... - Angehörige gleich mit einbuchten wegen Hehlerei, Geldwäsche, Vereitelungen von Straftaten, und und und ....

hier kann die dt. Polizei, Sicherheitskräfte und dt. Justiz / Rechtsprechung noch einiges lernen - regelmäßig lesen
- http://gulfnews.com/news/uae

- richtige ,,deutsche Volksgenossen,, tun so etwas nicht, sie klauen nicht und brechen auch nicht ein - sie haben so etwas überhaupt nicht nötig

Aha also richtige "Volksgenossen" tun so etwas nicht. Was auch immer richtige und falsche Landsleute sind... Es ist vielfach belegbar, dass aus allen Personengruppen auch in Reihen denen Sie so gern folgen wollen, jede Menge Straftäter gibt. Sei es Eigentumsdelikte, Verbrechen wie Sittlichkeitsdelikten. Aber lassen Sie mich raten, mit denen haben Sie - die anständigen Deutschen - natürlich nichts am Hut.