FOLTER-TOD IN ALT REHSE

Angeklagter im Fall Sarah H. wieder frei

Das Landgericht Neubrandenburg hat den Haftbefehl gegen den Angeklagten im Prozess um den Folter-Tod von Sarah H. aus Alt Rehse aufgehoben.
dpa
Das Landgericht Neubrandenburg hat den Haftbefehl gegen den 53-jährigen Angeklagten im Prozess um den Folter-Tod von Sarah H. aufgehoben.
Das Landgericht Neubrandenburg hat den Haftbefehl gegen den 53-jährigen Angeklagten im Prozess um den Folter-Tod von Sarah H. aufgehoben. Bernd Wüstneck
Neubrandenburg.

Der Angeklagte im Prozess um den Foltertod einer Frau von Sarah H. aus Alt Rehse (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) ist wieder auf freiem Fuß. Das Landgericht Neubrandenburg habe den Haftbefehl gegen den 53-Jährigen aufgehoben, sagte eine Gerichtssprecherin am Donnerstag.

Angesichts der langen Dauer der U-Haft bestehe keine Fluchtgefahr mehr. Der Angeklagte erschien am Donnerstag trotzdem mit einem seiner Anwälte zum dritten Verhandlungstag in dem Prozess, der ohne Öffentlichkeit geführt wird. Ihm wird Körperverletzung mit Todesfolge vorgeworfen.

+++Alle Texte zum Drama um Sarah H. aus Alt Rehse finden Sie hier+++

Er soll seine 32 Jahre alte Lebensgefährtin, Sarah H., 2016 im Streit in seinem Haus nackt an ein Bett gefesselt und ausgepeitscht haben. Danach bekam das Opfer nichts zu Essen und zu Trinken, wonach sie starb. Die Leiche wurde erst Wochen später gefunden.

Der 53-Jährige war in einem ersten Prozess zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Der Bundesgerichtshof hob das Urteil auf und ordnete Neuverhandlung an. Dabei wird geprüft, ob der Mann dauerhaft in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht werden muss.

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