DISKUSSIONSRUNDE

Ansturm bei Versammlung zu Neubrandenburger Speedway-Arena

Die Einwohner der Gemeinde Sponholz haben offenbar großen Redebedarf zu den Plänen des Motorsportclubs Vier Tore. Der Gemeinderaum in Warlin war übervoll.
Mehr als 60 Anwohner wollten am Donnerstag aus erster Hand hören, was genau der Neubrandenburger Motorsportverein bei War
Mehr als 60 Anwohner wollten am Donnerstag aus erster Hand hören, was genau der Neubrandenburger Motorsportverein bei Warlin vorhat. Tim Prahle
Warlin.

Mehr als 60 Einwohner sind am Donnerstagabend zu der Versammlung gekommen, um über die geplante Speedway-Arena zu diskutieren. In dem dafür zu kleinen Raum im Gemeindehaus Warlin fanden nicht alle Platz. Sponholz’ Bürgermeister Ralph-Günter Schult wünschte sich zu Beginn eine sachliche Diskussion und die Akzeptanz verschiedener Meinungen.

Dann ergriff Jan Seidler das Wort. Der Vorsitzende des Vereins MSC Vier Tore führte erneut die Historie des Speedwaysports in Neubrandenburg aber auch in der gesamten Region an.

Der MSC möchte am Rühlower Damm bis 2021 eine Speedwayarena errichten. Mit der Vorstellung des Projekts am Donnerstagabend wollte der Verein versuchen, die Einwohner und die Gemeinde davon zu überzeugen, dass die Arena keine Belastung für die Bürger, sondern viel mehr eine Chance für die Gemeinde Sponholz sein kann.

Einwohner befürchten Lärm und mehr Verkehr

Einige Bürger befürchten unter anderem Belastungen durch Lärm und erhöhten Verkehr zwischen den Ortsteilen Warlin und Rühlow. „Es soll auch für engagierte Bürger die Möglichkeit geben, das ganze Projekt mitzuentwickeln“ so Seidler gleich zu Beginn. Etwas höhnische Lacher der Gäste erntete Seidler als er sagte, die künftige Arena liege „weit außerhalb des Dorfes“ Warlin. Die Entfernung von einem Kilometer scheint den Einwohnern nicht groß genug. Erläuterungen, dass die Lautstärke von Rädern stark reglementiert und die Belastung für die Ohren beispielsweise dank eines zusätzlichen Lärmschutzwalls geringer sei als vermutet, wollten die meisten an diesem Abend nicht glauben.

Doch gerade das möchte der Verein gerne untermauern. Nach einer schnellen Terminfindung gegen Ende der Veranstaltung boten sie den Bürgern ein Treffen am 14.  März um 10 Uhr an. Dort soll noch einmal das angedachte Gelände der ehemaligen Kiesgrube gezeigt, aber auch eine Art „Lärm-Praxis-Test“ vollzogen werden. Ein wohl guter erster Kompromiss. Denn es gibt nicht nur Gegner. „Es ist klar, dass meist die kommen, die dagegen sind“, sagte Alexander Rädke von der Dorfgemeinschaft Warlin. Er gehörte am Donnerstagabend zu der augenscheinlichen Minderheit derer, die sich auf die Arena freuen, lobte zudem das ehrenamtliche Engagement des Vereins.

Vor Bau Bürgerentscheid?

Dessen Vorstandsmitglied Christian Engel freute sich über das Interesse der Bürger. „Dass zu Beginn Befürchtungen da sind, ist klar“, sagte er. Sollte ein Bauantrag für die Arena gestellt werden, müssen die Gemeindevertreter diesem zustimmen. Dafür wollen diese sich aber erst ein umfassendes Meinungsbild einholen. „Vielleicht auch über einen Bürgerentscheid“, so Bürgermeister Schult. Er wolle beim Amt mal ausloten, ob ein solcher noch möglich wäre.

Dieser Artikel wurde am 27. Februar 2020 um 22.08 Uhr aktualisiert.

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