Seit den frühen Morgenstunden durchsucht die Polizei ein Objekt in Sponholz bei Neubrandenburg.
Seit den frühen Morgenstunden durchsucht die Polizei ein Objekt in Sponholz bei Neubrandenburg. Felix Gadewolz
SEK-Einsatz

▶ Anti-Terror-Einsatz – Es gibt Verbindungen zur Neubrandenburger Kampfszene

Die Polizei hat ein Haus in Sponholz wegen Terrorverdachts durchsucht. Einer der Betroffenen betreibt ein Sicherheitsunternehmen. Es soll Kontakte zur Neubrandenburger „Fight Night” geben.
Neubrandenburg

In dem Wohnobjekt in Sponholz bei Neubrandenburg, das rund 70 Ermittler der Polizei aufgrund eines Terrorverdachts seit den Morgenstunden durchsuchen, sollen seit einiger Zeit mehrere Männer wohnen. Sie stehen nach Nordkurier-Informationen im Zusammenhang mit der Neubrandenburger „Fight Night”, einer Kampfsportveranstaltung.

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Nachbarn zeigen sich schockiert

Zeugen behaupteten gegenüber dem Nordkurier, dass es sich bei dem Verdächtigen um einen aktiven Bundeswehr-Soldaten handelt. Laut Auskunft der Staatsanwaltschaft ist der Mann allerdings als selbstständiger Unternehmer tätig. Nach Informationen des Nordkurier ist er für eine Sicherheitsfirma tätig, die aber nicht auf seinen Namen läuft. Das Unternehmen soll für Ordnung bei Veranstaltungen sorgen.

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Nachbarn beschrieben die Männer, die auf dem Grundstück Hunde züchteten, als stets freundlich und ruhig. Sie zeigten sich schockiert, „dass so etwas in ihrer Nachbarschaft passiert”.

Auswertung wird dauern

Nach Angaben von Oberstaatsanwalt Harald Nowack laufen die Ermittlungen wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat nach § 89 a StGB. Auslöser sei ein Hinweis auf verdächtige Äußerungen des Deutschen gewesen.

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Ob es sich bei dem Verdacht um die Planung eines Anschlags auf Gebäude oder einzelne politische Akteure handelt, ließe sich noch nicht sagen. „Wir nehmen bei der Durchsuchung erst einmal alles mit und werten es die Tage aus”, sagte der Oberstaatsanwalt und verwies ausdrücklich auf auf die Unschuldsvermutung.

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