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Auch Neubrandenburg berät über Glyphosat-Verzicht

Im Nordosten spart der Einsatz von Glyphosat laut Landesbauernverband 7,5 Millionen Liter Diesel ein.
Im Nordosten spart der Einsatz von Glyphosat laut Landesbauernverband 7,5 Millionen Liter Diesel ein.
Jens Büttner

In Neustrelitz und Rostock gilt es bereits: Künftig sollen Pächter städtischer Äcker, Wiesen und Gärten auch in und um Neubrandenburg kein Glyphosat mehr zur Unkrautbekämpfung anwenden.

Pächter städtischer Äcker, Wiesen und Gärten sollen nach Plänen der Grünen auch in Neubrandenburg künftig kein Glyphosat mehr zur Unkrautbekämpfung anwenden. Dies und einen freiwilligen Verzicht der Kommune selbst sieht eine Vorlage zur Sitzung der Stadtvertreter an diesem Donnerstag vor, wie eine Sprecherin am Mittwoch sagte.

Auch der Einsatz von Insektenbekämpfungsmittel mit Neonicotinoiden soll untersagt werden. Damit wollen die Grünen erreichen, dass die Artenvielfalt in der Region nicht weiter leidet. Der Vorlage hat im Stadtentwicklungs- und Umweltausschuss eine Mehrheit zugestimmt.

Mit dem Beschluss würde Neubrandenburg dem Vorbild von Neustrelitz und Rostock folgen. Der Landesbauernverband Mecklenburg-Vorpommern hatte dieses Vorgehen allerdings als „ideologisch” kritisiert. Glyphosat erlaube eine wirtschaftliche Bodenbewirtschaftung, ohne zu Pflügen, und den Anbau von Zwischenfrüchten, die auch Nahrung für Bienen bieten. Im Nordosten spare Glyphosat-Einsatz so 7,5 Millionen Liter Diesel ein, was umgerechnet 20.000 Tonnen Kohlendiooxid entspreche. Zudem diene der Einsatz dieses Mittels dem Schutz vor Wasser und Wassererosion.