DATZE-CENTER

Auch Supermarkt macht dicht

Jetzt ist die Aufregung groß unter den Leuten auf dem Datzeberg und den Mitarbeiterinnen einer großen Kaufhalle. Denn die Mieterin der ersten Stunde zieht aus und engagierte Datzeberger fürchten Schlimmes für das älteste Einkaufscenter der Stadt.
Von außen noch ansehnlich, von innen wegen der zunehmenden Verödung immer weniger: Das Datze-Center in Neubrandenburg.
Von außen noch ansehnlich, von innen wegen der zunehmenden Verödung immer weniger: Das Datze-Center in Neubrandenburg. Thomas Beigang
Neubrandenburg.

Der Leerstand im Datze-Center wird immer größer. Wie die Edeka-Zentrale jetzt bestätigte, schließt der Supermarkt am 31. August. „Nach intensiven Bemühungen und Gesprächen den Standort zu halten, haben wir uns aus betriebswirtschaftlichen Gründen dazu entschlossen, den Markt zu schließen“, hieß es weiter auf die Nordkurier-Nachfrage.

Und gleich noch eine Hiobsbotschaft hinterher: Denn nur ein Teil der Beschäftigten könne in dem Edeka-Markt im Marktplatz-Center eingesetzt werden. Für alle anderen versuche das Unternehmen gerade, „sozialverträgliche Lösungen zur beruflichen Neuorientierung zu finden“, so die Mitteilung.

Ein Schlag ins Kontor auf dem Datzeberg. Denn mit dem Auszug des großen Mieters Edeka aus dem ältesten Center Neubrandenburgs, so befürchten viele, setzt sich die Verödung des riesigen Gebäudes noch weiter fort. Schon jetzt stehen zahlreiche Läden leer. In der zweiten Etage hält ein Imbiss als einziger Mieter noch die Fahne hoch.

Stadtvertreterin fordert neuen Supermarkt

Die Entwicklung im fast leeren Datze-Center bereitet auch Monika Bittkau Sorgen. Die Ur-Einwohnerin im Kiez, Stadtvertreterin und aktives Mitglied der Bürgerinitiative auf dem Datzeberg, sorgt sich um die Art und Weise des Fortbestehens des Stadtteils. Ein gutes Zeichen sei das jedenfalls nicht, so das SPD-Mitglied auf Nachfrage des Nordkurier. „Es muss möglich gemacht werden, dass dort ein neuer Supermarkt einzieht“, fordert die Stadtvertreterin aus Sorge um die weitere Verödung.

Das Ziel verfolgen auch die Verwalter des Centers von der Firma mit dem klangvollen Namen Jones Lang LaSalle Retail Asset Management GmbH in Berlin. Dort sei man, so die Antwort, nach wie vor zuversichtlich, dass das Center eine Zukunft hat. Einen Nachfolger für den scheidenden Supermarkt hatten die Verwalter allerdings noch gefunden. „Wir sind mit potenziellen Nutzern im Gespräch“, heißt es.

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Kommentare (4)

in allen Centern der Stadt (Lindetal Center) die überzogenen und sehr hohen Mieten, Nebenkosten Werbeumlage und und und dadurch wird die Geschäftstätigkeit unrentabel zumal das Geld beim Kunden auch nicht so locker sitzt, das muss alles erst mal rein kommen - die Geschäftstätigkeit lässt nach - siehe Markttage in Neubrandenburg - niedrigere Standgebühren / Centermieten animieren zu mehr Geschäftstätigkeit beleben den Handel und die Nachfrage

Nicht Edeka war Mieterin der ersten Stunde. Das Datzecenter eröffnete mit "Kaiser's" an gleicher Stelle.

Dafür brechen die Mitarbeiter der Deutschen Post AG in Arbeit förmlich zusammen. Mit ihren Amazon, Zalando und e-bay Paketen, die sie dem Kunden nach Hause fahren, hat das Internet die amerikanischen Wall Marts abgelöst. Trotz all dieser Realitäten, gibt es immer noch verrückte Politiker, die neue Einkaufsflächen in Neubrandenburg bauen lassen. Da hilft nur noch eins, Donald Trump for Germany.

... bei Zalando? Mit Trumpscher Logik vermutlich möglich, schliesslich ist Trump Geschäftsmann geblieben und kein Politiker geworden - er trägt lediglich den Namen US-Präsident spazieren. Nicht die Politiker mahnen fehlende Einkaufsmöglichkeiten in einigen Stadtteilen an sondern die Bewohner (z.B. in Weitin).