ÄRGER IN NEUBRANDENBURG

Auffälliger Nachbar aus Syrien gibt keine Ruhe

Mieter aus dem Reitbahnviertel klagen über einen syrischen Mitbewohner, den Polizei und Justiz leider schon lange kennen.
Thomas Beigang Thomas Beigang
Mehrfach berichtete der Nordkurier über die Vorfälle im Reitbahnviertel.
Mehrfach berichtete der Nordkurier über die Vorfälle im Reitbahnviertel.
Neubrandenburg.

Die Mutter ist in Sorge um ihren Sohn, der seine Wohnung verlassen und woanders untergekommen ist. Denn, so klagt Astrid Klocke, in seinem Aufgang im Reitbahnweg hätte der keine Ruhe mehr und fürchte sich sogar. Wenn sich der Zustand im Haus nicht ändere, wolle der Sohn sich etwas anderes suchen.  Dabei – jahrelang hat der 31-Jährige gern in seiner Genossenschaftswohnung gelebt.

Aber seit dort ein Mann lebt, der aus Syrien gekommen ist, sei vieles anders. Lärm und Bedrohungen seien fast an der Tages- und Nachtordnung, die Polizei soll viel öfter als der eigentlich lieb ist, hierher zum Einsatz gerufen worden sein.  Mit einer anderen ausländischen Familien im Haus lebe es sich ausnehmend gut zusammen, heißt es. Astrid Klockes Sohn aber stehe besonders oft im Fokus des Zorns des syrischen Nachbarn. Warum das so ist, weiß niemand. 

Der Ruhestörer offenbar auch nicht – der offensichtlich gesundheitliche Probleme mit sich herumschleppt. Denn der junge Mann, schon ein alter Bekannter der Justiz, randalierte Anfang Februar an sieben Autos und zerkratzte gut drei Wochen später erneut im Reitbahnviertel einige Motorhauben. Am 14. Februar, so erfuhr der Nordkurier seinerzeit,  wurde der Mann nach einer Entscheidung des Landgerichts aus der geschlossenen Abteilung der Psychiatrie entlassen. Nach Einschätzung der Ärzte habe er an einer drogenbedingten Psychose gelitten, ein weiterer Verbleib in der „Geschlossenen“ könne nach Ansicht des Gerichts nur gerechtfertigt bleiben, wenn von dem Mann zukünftig schwere Straftaten zu befürchten seien. 

Mietern zu vorsichtigem Umgang geraten 

„Aber die Leute im Haus haben Angst“, sorgt sich Astrid Klocke um ihren Sohn. Die Vermieterin, die Wohnungsbaugenossenschaft Neuwoba, hatte schon im Februar zu einer Einwohnerversammlung geladen. Sogar Polizisten sollen dabei gewesen sein, als zu vorsichtigem Umgang mit dem Nachbarn geraten wurde. Die Einwohner wurden ermutigt, bei Zwischenfällen sofort die Polizei zu rufen.  Im Haus erfuhr der Nordkurier, die Neuwoba habe dem Mieter die Wohnung zum 31. Mai gekündigt.

Vorstandssprecher René Gansewig kann dies bestätigen. Er kennt die Probleme mit dem Mann. „Wir sind ständig mit allen notwendigen und fachlich qualifizierten Personen an diesem Fall dran. Auch der Staatsschutz wurde verständigt“, so der Genossenschafter. Falls die geforderte Rückgabe der Wohnung nicht fristgerecht erfolge, werde kurzfristig eine Räumungsklage gegen den Mann erhoben.  Am Mittwoch erfuhr der Fall eine dramatische Wende. Als Klockes Sohn in seine Wohnung zurück kehrte, um sich einige Papiere abzuholen, soll der syrische Nachbar den jungen Mann angegriffen und geschlagen haben.

„Mein Sohn musste sich im Krankenhaus untersuchen lassen“, sieht die Mutter schlimme Befürchtungen wahr werden.  Ein Polizist aus dem Neubrandenburger Hauptrevier zeigte sich schon nach den Vorfällen um die beschädigten Autos dem Nordkurier gegenüber ein bisschen hilflos: „Was sollen wir mit dem machen?“. Dabei sei selbst für Laien schon offenkundig, dass der Flüchtling psychische Probleme habe. Den könne man nicht laufen lassen, war sich der offenherzige Polizist sicher.

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