GRUSELSPAß IN ALTENTREPTOW

Aus für Halloween-Shopping verkündet

Es war eine Super-Party bis kurz vor Mitternacht, so wie es sich für ein Jubiläum gehört. Wohl die wenigsten ahnten, dass es zukünftig nicht mehr weitergehen wird.
Bärbel Gudat Bärbel Gudat
Maren Schuster und Frank Schmidt waren über 10 Jahre gute Partner in Vorbereitung aufs Halloween-Shopping.  Nun haben beide sich entschieden, aufzuhören.  
Maren Schuster und Frank Schmidt waren über 10 Jahre gute Partner in Vorbereitung aufs Halloween-Shopping. Nun haben beide sich entschieden, aufzuhören. Bärbel Gudat
Altentreptow.

Wer bei Gesprächen mit Maren Schuster in den vergangenen Tagen genau hinhörte, der spürte schon, dass das 10. Halloween-Shopping das letzte dieser Art in Altentreptow sein könnte. „Es war offiziell das letzte Mal“, bestätigte die Optikermeisterin dann am Montag am Telefon. Vielleicht doch nur eine kurze Pause zum Verschnaufen? „Es war in diesem Jahr definitiv das letzte Mal“, so der feste Entschluss von Maren Schuster. Sie habe es gemeinsam mit ihren Mitstreitern entschieden.

Für den Ausstieg nennt sie mehrere Gründe. Das Zelt von Manfred Gersemann auf dem Markt mit der Band habe die Besucher verunsichert. Viele hätten sie gefragt: Was soll das? Vor allem, wenn sich der Gesang auf dem Markt und die Musik der kleinen Bühnen in der Unterbaustraße überschnitten. Selbst die Tänzer aus Siedenbollentin hätten gefragt: „Wo treten wir denn nun auf?“ Abgesprochen sei das Zelt auf dem Markt gewesen, aber sie habe nichts von der Band gewusst. Die Entscheidung für die kleine Bühne in der Unterbaustraße sei dagegen mit Beginn der Veranstaltungen zu Halloween bewusst gefallen, sagt Maren Schuster. Denn als alles begann, da ging es um die Belebung der Innenstadt und ihrer Geschäfte. Die Händler und Gewerbetreibenden wollten für eine angenehme „gruselige“ Atmosphäre beim Einkauf sorgen. Doch das habe sich jetzt für sie nicht mehr ausgezahlt. Die meisten kamen, um zu feiern und Spaß zu haben. Nur die wenigsten nutzten die Chance für einen Einkauf, so die Erfahrung, die auch Marita Flemming bestätigte. Sie ist ebenfalls dafür, nach zehn Jahren aufzuhören.

Ein weiterer Grund für den Ausstieg ist die von der Stadt geplante grundsätzliche Verlegung der Bühne im kommenden Jahr auf dem Markt, aus Sicherheitsgründen. Das würde ihrer ursprünglichen Idee vom Halloween-Shopping grundsätzlich widersprechen.

Für sich persönlich entschieden

Und noch einer macht nicht weiter: Frank Schmidt von der Eventagentur Zwergenfeier war von Anfang an ein enger Partner. Er tat seinen Ausstieg bereits vor Beginn des Halloween-Shoppings den anderen kund. „Nach zehn Jahren ist Schluss“, teilte er mit. Er gehe nicht in Unfrieden, es sei eine sehr schöne Zeit gewesen. Aber er habe für sich persönlich entschieden, dass nach zehn Jahren Schluss sein soll. Schmidt hatte das Fest gemeinsam mit den Innenstadthändlern initiiert.

Der Dritte im Bunde war all die Jahre der Betreiber der Profi-Baumärkte, Peer Utech. Als „unentgeltlicher Dienstleister“ stand er wie viele andere Sponsoren den Händlerkollegen zur Seite. Er kümmerte sich um das beliebte Feuerwerk zu Halloween. Auch für ihn ist nach der offiziellen Ankündigung des Ausstiegs Schluss.

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