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Aus „Tagebüchern“ den ersten Roman gefertigt

Stephanie Aul hat in ihrem Roman eigene Erfahrungen verarbeitet.  FOTO: Christopher Wirks

Neubrandenburg.Stephanie Aul sitzt an einem sonnigen Tag im Garten ihres Elternhauses vor ihrem Computer. „Ich habe schon immer gern Geschichten ...

Neubrandenburg.Stephanie Aul sitzt an einem sonnigen Tag im Garten ihres Elternhauses vor ihrem Computer. „Ich habe schon immer gern Geschichten geschrieben.“ sagt die Neubrandenburger Schülerin. „Das ist meine Art, Gedanken zu bewahren, indem ich sie zu Papier bringe.“ Neben der 16-Jährigen liegt ein Hefter, voll mit eng bedruckten Seiten. Es ist ihr erstes eigenes Buch, das sie nun bald in gedruckter Form bekommt. „Autorin zu werden, ist mein Traum. Ich weiß, dass nur die wenigsten davon tatsächlich leben können, aber schon mit 16 sein erstes eigenes Buch fertig gestellt zu haben, ist ein echt gutes Gefühl und hoffentlich ein positives Zeichen für die Zukunft“, erklärt si ein wenig stolz. In ihrem Roman „Unkontrolliertes Herzklopfen“ verarbeitet Stephanie Aul ihre eigenen Erfahrungen. „Mit 13 hat alles angefangen. Ich habe meine Erlebnisse seit dieser Zeit aufgeschrieben. Wirklich alles, was mir erwähnenswert erschien, auch Kleinigkeiten aus meinem täglichen Leben“, erklärt sie. „Ich schreibe vor allem so, wie ich es erlebt habe. Da möchte ich auch nichts beschönigen.“
Nach zweieinhalb Jahren bekam sie dann das Angebot, im Rahmen der Studienorientierung in einer Gruppe zur Berufswunschfestigung der Hochschule Neubrandenburg teilzunehmen. Als Stephanie Aul dann erste Kurzgeschichten in diesem Kreis vortrug, schlug ihre Betreuerin Gabriele Taube-Riegas von der Hochschule Neubrandenburg vor, diese kleinen Erzählungen in einem Buch zu sammeln. „Da fiel mir ein, dass ich ja eigentlich ein komplettes Buch zu Hause liegen zu habe. Das brachte alles ins Rollen“, meint die Schülerin. „Ich habe dann die Arbeit an dem Roman wiederaufgenommen und begonnen, ihn zu überarbeiten und zu ergänzen. Erst war das Buch auch gar nicht zur Veröffentlichung gedacht.“ Als sie ihren Text überarbeitete, kamen auch neue Kapitel hinzu. „Das Buch besteht immer abwechselnd aus alten ‚Tagebucheinträgen‘ und neuen, aus der jetzigen Sicht geschriebenen“, erzählt Stephanie. Nach dieser Arbeit bot die Hochschule an, ein Exemplar professionell drucken zu lassen. „Jetzt kommt natürlich ein langer Weg auf mich zu“, seufzt die junge Autorin. „Nachdem ich mein erstes Exemplar bekommen habe, will ich mich auf die Suche nach einem Verlag machen. Auch zwei Lesungen sind schon in Planung. Schreiben ist die eine Sache, Vermarkten die andere“, weiß sie.chwk