Stadtvertretung Neubrandenburg

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Ausweitung von Glyphosat-Verbot abgelehnt

Bei allem Verständnis für die Interessen unserer Partner, wir dürfen deshalb nicht unsere eigenen Interessen hintanstellen.
Die Stadtvertretung hatte mehrheitlich ein Verbot von Glyphosat abgelehnt.
Jens Büttner

Was auf städtischen Grün- und Freiflächen schon gilt, wollten die Grünen auch für landwirtschaftliche Flächen der Stadt erreichen.

Die Stadtvertretung Neubrandenburg hat am Donnerstag mehrheitlich das Verbot von Glyphosat auf städtischen landwirtschaftlichen und fortwirtschaftlichen Flächen abgelehnt. Die Grünen hatten beantragt, das seit 2013 auf städtischen Grün- und Freiflächen geltende Verbot des Einsatzes auf die entsprechenden weiteren Ackerflächen auszuweiten. Beim Abschluss neuer Verträge oder deren Verlängerung möge eine entsprechende Klausel eingefügt werden – so der Wunsch der Grünen.

Statt das chemische Mittel in das ungewünschte Grün zu sprühen, setzt man seit fünf Jahren auf städtischen Grün- und Freiflächen auf Hacke, Spitze, eins, zwei, drei – die Bekämpfung des Unkrauts mit vorwiegend mechanischen Mitteln. Etliche Studien prophezeien nämlich mögliche gesundheitliche Schäden bei Mensch und Tier nach dem Einsatz von Glyphosat. Wobei es auch Expertisen gibt, die das Gegenteil besagen – aber umstritten ist das Mittel so oder so.