Neben mindestens einem Vorfall aus Neubrandenburg wurde auch ein Autobesitzer in Cölpin Opfer der "Auto-Aufbocker".
Neben mindestens einem Vorfall aus Neubrandenburg wurde auch ein Autobesitzer in Cölpin Opfer der "Auto-Aufbocker". Felix Gadewolz
Diebstahl-Serie

Auto-Aufbocker in Neubrandenburg unterwegs

Sogenannte Auto-Aufbocker sind nun auch in und um Neubrandenburg unterwegs. An mehreren Orten wurden von Wagen die Reifen und Felgen gestohlen. Die Polizei fasste zwei Verdächtige.
Cölpin

Die Neubrandenburger Polizei hat in der Nacht zum Dienstag zwei junge Männer nach einer Kontrolle in Küssow vorläufig festgenommen. Die beiden 21-jährigen Polen hätten mehrere Reifen auf Felgen sowie diverses Werkzeug und einen Radbolzen bei sich gehabt, teilten die Ermittler mit. Umgehend sei der Verdacht aufgekommen, dass die Räder gestohlen sein könnten. Zudem waren die Nummernschilder des Audi, in dem die jungen Männer saßen, mit gefälschten Plaketten versehen und bereits 2021 abgemeldet worden.

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Ein Zufalls-Erfolg, womöglich zur rechten Zeit. Denn kurz nach der vorläufigen Festnahme trudelten bei der Polizei schon die Anzeigen mehrerer Diebstähle ein. In der Ikarusstraße in der Neubrandenburger Oststadt hatten die Täter alle vier Reifen an einem VW Golf entwendet, in Cölpin seien die Räder eines Skoda Octavia entfernt worden.

Über die Plattform Facebook wurde zudem der Fall verschwundener Räder eines in der Otto-Lilienthal-Straße abgestellten Fahrzeugs bekannt. Dazu liege jedoch noch keine Anzeige vor, hieß es von der Polizei. In allen Fällen wurde offenbar die „Aufbocker”-Methode angewendet. Der Schaden werde auf 4000 Euro geschätzt.

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Laut Polizei sind die beiden 21-Jährigen bereits wegen „diverser Diebstahlshandlungen” bekannt. Es sei nicht auszuschließen, dass beide noch am Dienstag dem Haftrichter vorgeführt werden, sagte eine Sprecherin. Die Polizei ermittelt indes unter anderem wegen Diebstahls und Urkundenfälschung.

Vor allem in Südvorpommern hatten die Auto-Aufbocker die Polizei beschäftigt, gerade im März und jüngst Anfang Mai waren die Täter immer nach dem gleichen Muster vorgegangen. Sie hieven nachts Pkw auf übereinander gestapelte Ziegelsteine oder Holzklötze, schrauben ihnen alle Räder oder andere Teile ab und flüchten.

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Ende März waren nahe Burg Stargard drei Männer aus Polen im Alter von 19 bis 21 Jahren auf frischer Tat ertappt und vorläufig festgenommen worden. Die Ermittlungen dauern noch an, sagte eine Polizeisprecherin.

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