AUSBAUPLÄNE

B96-Anrainer sollen mehr Gehör bekommen

Rund 170 Menschen kamen zur Podiumsdiskussion über die Ausbaupläne für die B96 nach Groß Nemerow. Ihre Einwände sollen stärker berücksichtigt werden.
Mirko Hertrich Mirko Hertrich
Volle Hütte: Bei der Podiumsdiskussion zum Ausbau der B96 in der Region wurde leidenschaftlich debattiert.
Volle Hütte: Bei der Podiumsdiskussion zum Ausbau der B96 in der Region wurde leidenschaftlich debattiert. Mirko Hertrich
Bei einem Protest wurde schon einmal demonstriert, wie die Landschaft nach dem B 96-Ausbau aussehen würde.
Bei einem Protest wurde schon einmal demonstriert, wie die Landschaft nach dem B 96-Ausbau aussehen würde. Mirko Hertrich
Groß Nemerow.

Die Turnhalle der Grundschule in Groß Nemerow war voll. Das Thema einer Podiumsdiskussion des NDR brannte vielen Einwohnern des Ortes sowie anderer Anrainer-Gemeinden auf den Nägeln. 170 Menschen kamen, um sich über die aktuellen Pläne für den Ausbau der 20,3 Kilometer langen Trasse zwischen Neubrandenburg und Neustrelitz zu informieren und darüber zu diskutieren.

Viele fühlen sich bei der Vorplanung für das rund 100 Millionen Euro teure Projekt nicht ausreichend gehört. Das soll sich mit dem Übergang der Planungshoheit vom Bund auf das Land nun ändern. René Firgt, Leiter der Projektgruppe „Großprojekte“ bei der Straßenbauverwaltung des Landes, kündigte auf dem Podium an, dass seine Behörde in einer Bürgerbeteiligung um mehr Akzeptanz werben will. Alle Interessen könnten aber nicht berücksichtigt werden. Auch am generellen Beschluss für die Ortsumgehungen von Usadel und Weisdin kann nicht mehr gerüttelt werden.

Der Bundestagsabgeordnete Eckardt Rehberg (CDU) warb am Dienstag für die Vorzüge des Projekts an der B96 etwa zur Stärkung des ländlichen Raums. Wilfried Stegemann, Bürgermeister Groß Nemerow, warnte dagegen, dass sein Ort beim derzeitigen Stand der Planung „abgeschnitten“ werde und lange Umwege drohten. Grünen-Politikerin Jutta Wegner vom Aktionsbündnis „B96-Ausbau: So nicht!“ lehnte den „irrsinnigen Ausbau“ ab und sprach sich für „kleine Lösungen aus, da wo sie möglich sind“.

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