Seit über einem Jahr wird an der Barkower Straße in Altentreptow gebaut. Nach dem neuesten Zeitplan der Bahn soll d
Seit über einem Jahr wird an der Barkower Straße in Altentreptow gebaut. Nach dem neuesten Zeitplan der Bahn soll die Straße ab Mitte Oktober wieder befahrbar sein. Tobias Holtz
Vollsperrung

Bahnbaustelle in Altentreptow sorgt noch länger für Frust

Für Autofahrer und Anwohner erweist sich die Baustelle der DB Netz AG in Altentreptow als harte Geduldsprobe. Über ein Jahr ist die L27 schon gesperrt – und bleibt es vorerst auch.
Altentreptow

Es gab in der jüngsten Vergangenheit wohl kaum eine andere Baustelle in der Tollensestadt, die bei den Altentreptowern für so viel Unmut gesorgt hat, wie die der Deutschen Bahn. Kein Wunder, denn das Millionenprojekt in der Barkower Straße ist von Anfang an durch Verzögerungen bestimmt. Zwar können über die neue Eisenbahnbrücke mittlerweile wieder Züge von und nach Altentreptow rollen, doch wer mit dem Auto unterwegs ist, muss nach wie vor lange Umwege in Kauf nehmen, auf denen sich mitunter ein tiefes Schlagloch an das nächste reiht.

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Fertigstellungstermin erneut verschoben

Nach den ursprünglichen Plänen sollte die Straße schon Mitte Dezember 2021 für den Verkehr freigegeben werden. Zuletzt wollte die Bahn allem Anschein nach lieber auf Nummer sicher gehen und sprach von einem möglichen Fertigstellungszeitrum im Sommer 2022. Doch obwohl sich der Sommer nun so langsam seinem Ende zuneigt, bleibt die Straße weiterhin gesperrt – der Frust bei den Pendlern sitzt entsprechend tief. Als sich die Stadtverwaltung unlängst beim zuständigen Projektleiter nach dem aktuellen Stand erkundigte, wurde dann plötzlich doch wieder ein konkreter Termin genannt. „Zum 26.  September soll die komplette Baumaßnahme abgeschlossen sein. Das wurde uns vom Bauherrn so zugesichert“, informierte Bauamtsleiterin Hendrikje Kmietzyk.

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Doch auch dieses Datum hat sich inzwischen wieder erledigt, wie der Nordkurier am Montag über einen Sprecher vom Berliner Regionalbüro der Bahn erfuhr. Demnach sollen die Inbetriebnahme und die Verkehrsfreigabe der Straße nun voraussichtlich in der ersten Oktoberhälfte erfolgen. „Damit sind zwar die meisten Baumaßnahmen abgeschlossen, allerdings werden Restleistungen und Maßnahmen aus dem landschaftspflegerischen Begleitplan erst später beendet“, gibt die Bahn einen Ausblick.

Noch eine ganze Reihe von Arbeiten nötig

In den kommenden sechs Wochen stünde noch eine ganze Reihe von Arbeiten an. So sei die beauftragte Firma derzeit dabei, drei Meter tiefe Entwässerungsschächte zu bauen, in denen das Regenwasser unterirdisch eingeleitet wird und versickern kann. Hierfür müsse eine Baugrube mit einem zusätzlichen Verbau aus langen Stahlträgern hergestellt werden, um die angrenzende Böschung abzusichern. Die Grube werde anschließend zurückgebaut und wieder verfüllt, die einzelnen Schächte technisch ausgerüstet. Erst dann könne mit dem lang angekündigten Straßen – und Gehwegebau begonnen werden, erklärte der Sprecher.

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Ein sportlicher Zeitplan, den sich die Bahn da selbst gesetzt hat. Bleibt zu hoffen, dass sich der Konzern in Betracht der anhaltenden Lieferschwierigkeiten in der Baubranche bereits rechtzeitig um das benötigte Material gekümmert hat. Sonst könnte aus Mitte Oktober ganz schnell wieder Mitte Dezember werden.

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